Guter Start, aber nicht konkret genug

Arbeitgeberverbände zur Ruhrkonferenz

Dirk W. Erlhöfer.
Dirk W. Erlhöfer. Foto: Monika Lawrenz, Thomas Stelzmann

Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen mit Sitz in Bochum, Dirk W. Erlhöfer, sieht Finanzierungsfragen in dem jüngst vorgestellten Kabinettsbeschluss der Landesregierung zur Ruhr-Konferenz nicht geklärt und nimmt wie folgt Stellung: „Ein guter Anfang mit vielen guten Ideen. Ich hätte mir aber Konkreteres gewünscht. Es sind viele spannende Projektideen entstanden, die aber noch zu wenig Konkretes beinhalten. Erst recht ist die Finanzierungsfrage noch überhaupt nicht geklärt.

Es ist richtig gewesen, möglichst viele Akteure des Ruhrgebiets in den einzelnen Diskussionsforen einzubinden. Das hat ein solch breites Spektrum an guten Ideen überhaupt erst ermöglicht. Mir fehlt aber das eine große Ziel. Wofür soll das Ruhrgebiet künftig stehen? Auf welche unserer Stärken wollen wir in Zukunft setzen? Die Region mit fünf Millionen Menschen und einem dichten Verkehrsnetz ist ideal, um moderne Mobilität neu zu denken und zu entwickeln. Wirtschaft und Bevölkerung werden unmittelbar profitieren. Zudem bietet die dichte Hochschullandschaft ideale Voraussetzungen für Forschung und Entwicklung. Das wäre aus meiner Sicht ein vielversprechender Ansatz vor allem für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit unserer Region. Projekte mit direktem Bezug dazu sollten gebündelt und mit Hochdruck angegangen werden. Dazu zählen auch die Förderung von Ansiedlungen, Unterstützung für Start-ups und die Ausweisung von neuen, dringend benötigten Industrie- und Gewerbeflächen.

Wir sind jetzt zwar am Startblock angekommen. Bevor es losgeht, muss aber klarer werden, wo die Reise hingeht und wer das Geld gibt."

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