'Glasfaser von der Straße in die Schulen'

Weitere 4,3 Millionen für Herne aus Digital-Förderprogramm

Symbolbild Tablet Computer.
Der eingeschlagene Weg der Digitalisierung der Herner Schulen soll mithilfe der neuen Förderung fortgesetzt werden (Symbolbild). Foto: Pixabay

Aus dem Förderprogramm des Landes NRW Digitalpakt Schule erhielt die Stadt Herne vor Kurzem erneut eine Förderung für die digitale Ausstattung an Schulen in Höhe von rund 4,3 Millionen Euro. Die Mittel sind unter anderem für den Ausbau von Glasfasernetzen bestimmt.

Bei einem Pressegespräch am Mittwoch (24.11.2021) erläuterten Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, Stadtrat Andreas Merkendorf, Dennis Neumann, Leiter des Fachbereichs Schule und Weiterbildung, Frank Michalowski, Breitbandkoordinator und Dr. Heike Wegner, Abteilungsleiterin für Bildungsmanagement und Digitalisierung im Fachbereich Schule und Weiterbildung das Voranschreiten der Digitalisierung an Herner Schulen und gaben einen Ausblick auf geplante Maßnahmen.

Vorstellung der Pläne für das Bauprojekt
Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. Foto: Stefan Kuhn

„Das Voranbringen der Digitalisierung ist eine komplexe Aufgabe, sie ist mit viel Organisation verbunden und kostet Geld", so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda. „Der Weg ist das Ziel. Wir freuen uns, dass wir mit der weiteren Förderung von gut 4,3 Millionen Euro in Sachen Digitalisierung nachschießen können."

Komplexe Aufgabe

Stadtrat Andreas Merkendorf ergänzte: „Die Herausforderungen waren ziemlich groß, als wir vor zwei Jahren angefangen haben, die Digitalisierung voranzutreiben. Die 10,5 Millionen Euro Fördermittel müssen auch erst einmal verplant werden. Dazu haben wir eine Projektstruktur geschaffen, die sämtliche Fachbereiche involviert hat, die mit dem Thema Schule zu tun haben."

Andreas Merkendorf, Leiter Fachbereich Schule und Weiterbildung.
Stadtrat Andreas Merkendorf. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Doch bis zur vollständigen Digitalisierung der Herner Schulen ist es noch ein längerer Weg. „Es ist eine komplexe Aufgabe. Bis alle Gebäude verkabelt und die Schulen voll digital ausgestattet sind, dauert es noch. Es kann nicht von heute auf morgen geschafft werden. Aber es wurden gute Prozesse initiiert", berichtete Dennis Neumann, der neue Leiter des Fachbereichs Schule und Weiterbildung.

Auch sieht er in der zukünftigen Digitalisierung neue Chancen fürs Schulleben. „In Zukunft bräuchten Kinder dann keine schweren Bücher mehr in ihren Schulranzen schleppen, sondern hätten alles, was sie bräuchten, auf ihrem Tablet."

Glasfaserausbau schreitet voran

Damit das möglich wird, muss aber erstmal „Glasfaser von der Straße in die Schulen", so Frank Michalowski, der als Breitbandkoordinator genau dafür zuständig ist. An vier Herner Schulen ist der Glasfaserausbau bereits abgeschlossen, unter anderem an der Kolibri-Schule und der Grundschule Bergstraße.

„Aufgrund der Bauarbeiten kommt es immer wieder zu Beeinträchtigungen, auch an den Schulen. Die Resonanz der Eltern ist aber positiv, da sie wissen, dass hier etwas für die Kinder getan wird", so Michalowski weiter. Die meisten Arbeiten fänden aber in den Ferien statt.

Pressekonferenz zu der Kampagne: Herne mit Respekt: Dennis Neumann.
Dennis Neumann, Leiter Fachbereich Schule und Weiterbildung. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Jedoch gebe es auch Hindernisse beim Ausbau. So seien Firmen derzeit häufig ausgelastet. Hierbei spielen Materialknappheit und die Pandemie eine Rolle. Dennoch planen die Verantwortlichen im nächsten Jahr weitere fünf Millionen Euro in den Ausbau zu investieren.

Außerdem werde in die digitale Ausstattung an Schulen investiert. So sollen weitere digitale Endgeräte für Schüler bereitgestellt werden. 500.000 Euro kommen dazu aus Eigenmitteln der Stadt zuzüglich der Landesfördermittel.

Über 5.600 Endgeräte bereitgestellt

„Wir konnten bereits 4.000 Endgeräte für Schüler und 1.608 für Lehrer bereitstellen", so Dr. Heike Wegner, Abteilungsleiterin für Bildungsmanagement und Digitalisierung im Fachbereich Schule und Weiterbildung.

Aufgrund der Pandemie und dem dadurch bedingten Lernen auf Distanz nutzten alle Schulen nun digitale Lernplattformen. Perspektivisch soll jedes Kind mit einem digitalen Endgerät ausgestattet werden. Dies ist unser Ziel", so Dr. Heike Wegner weiter. Dazu gebe es einen neuen Förderbescheid von Land NRW, der gerade einmal drei Wochen alt sei, über 7,7 Millionen Euro.

Mit dem Digitalpakt Schule sollen Schulen zukunftsfähig gemacht werden und sie sollen flächendeckend mit einer digitalen Bildungsinfrastruktur bestückt werden.

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