Für mehr Ausbildung in Herne

Anruf genügt

Das neue Jobcenter an der Koniner Straße 4.
Herner Agentur für Arbeit richtet Aktionsbündnis ein.. Foto: Günter Mydlak

Die Agentur für Arbeit setzt auf lokale Ausbildungschancen und rührt gemeinsam mit der Stadt Herne die Werbetrommel. Mit einer groß angelegten Telefonaktion sollen mehr Jugendliche an Unternehmen vor Ort vermittelt werden. Donnerstag, 2. Juli 2020, hat die Herner Agentur für Arbeit darum in der Zeit von 9-16 Uhr ein Aktionsbüro eingerichtet - Tel 02323 / 595 222. Dann können Jung und Alt, Bewerber oder Unternehmer, Mütter oder Väter anrufen und Hilfe von den Experten der Berufsberatung und des Arbeitgeber-Services in Anspruch nehmen.

Hernes Wirtschaft braucht Nachwuchs. Jugendliche suchen Ausbildungsstellen. Jedes Jahr zeigt es sich: Immer wieder bleiben zu viele Bewerber unversorgt und zu viele Ausbildungsplätze unbesetzt. Und das, obwohl auf beiden Seiten mehr Bedarf besteht. „Corona“ macht den Sachverhalt nicht leichter. Im Gegenteil.

„Unsere Stärke war immer, dass wir ein starkes Fachkräfteangebot hatten. Deswegen werden wir Jugendliche nicht alleine lassen.“ Denn obwohl die Corona-Krise vielen Unternehmen zusetzt, ist es wichtig, weiterhin auszubilden, so Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda.

An diesem Tag steht in den Räumen an der Markgrafenstraße alles ganz besonders unter dem Motto #zukunftklarmachen. Wer bis jetzt noch keinen Ausbildungsplatz oder den entsprechenden Nachwuchs gefunden hat, hat mit dieser Aktion noch einmal die Chance, nach den Sommerferien beruflich auf Erfolgskurs zu gehen.

Pressekonferenz zur aktuellen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt in Herne (NW), am Mittwoch (17.06.2020), im Rathaus Herne. Im Bild: Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bochum.
rank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit. Foto: Stefan Kuhn

Frank Neukirchen-Füsers, Vorsitzender Geschäftsführer der Agentur für Arbeit, setzt alles daran, die Erfolge der letzten Jahre auf dem Herner Ausbildungsmarkt nicht abbrechen zu lassen und weiter voranzutreiben: „Es wird eine Zeit nach Corona geben, die Unternehmen müssen wettbewerbsfähig bleiben und junge Menschen brauchen Zukunftsperspektiven. Die Frage "Wer passt zu wem?“ ist neben dem Anforderungsprofil der Unternehmen oder den Vorstellungen der jungen Leute immer wieder eine schwierige Hürde. Unsere Erfahrung ist, dass viele junge Menschen erst in der Praxis ihre Talente entdecken. Es bleibt also wichtig, „artverwandte Berufe“ zu berücksichtigen und auch, nicht immer nur auf die Noten zu schauen."

Der Ausbildungsbeginn steht für Neu-Anfang. Nach den Sommerferien soll gemeinsam beruflich neu durchgestartet werden: Junge Menschen sollen erfolgreich den Weg in das Berufsleben einschlagen und Unternehmen sollen nach den Folgen des Shutdowns und Corona weiter wettbewerbsfähig bleiben.

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Donnerstag, 02. Juli 2020, von 9 bis 16 Uhr
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