'Flo’s Retrospective'

Ausstellung in der Kunsthalle Recklinghausen

Die Kunsthalle in Recklinghausen.
Die Kunsthalle in Recklinghausen. Foto: Kunsthalle

Mit „Flo’s Retrospective“ zeigt die Kunsthalle Recklinghausen während der Ruhrfestspiele 2022 die erste Einzelausstellung der estnischen Künstler Flo Kasearu, der 1985 in Pärnu geboren wurde, in Deutschland. Eröffnet wird die Ausstellung am Samstag, 30. April 2022, um 17 Uhr.

Eine Eintrittskarte zu Vorstellungen der Ruhrfestspiele am gleichen Tag berechtigt zum kostenlosen Besuch der Kunsthalle. Karten können ausschließlich vor Ort erworben werden.

Flo Kasearu will mit seiner Kunst auf sozial dringliche und politisch relevante Themen durch installativen und interaktiven Arbeiten aufmerksam machen. Sie studierte an den Kunstakademien in Talinn und Berlin. Ihre Ausstellungen führten sie in namhafte Museen und zu Festivals unter anderem in Estland, Amerika, Ungarn, Polen, Finnland, Litauen sowie nach Österreich, wo sie mit ihrer „Disorder Patrol“ am „Steirischen Herbst 2021“ in Graz teilnahm.

Zur Ausstellung schreiben die Verantwortlichen:

Für die Kunsthalle wird Kasearu ihre eigene Retrospektive inszenieren, die sich sowohl globalen Themenkomplexen wie Wirtschaftskrisen und Nationalismen widmen wird, als auch die damit verbundenen absurden Seiten des Kunstsystems und patriarchisch-hierarchische Strukturen offenlegen will. In ihrer künstlerischen Praxis seziert, erforscht, verhandelt und zelebriert Kasearu das Verhältnis von Ernst und Humor, von Strenge und Witz. Sie findet ihr Material oft im Alltäglichen, in dem was in Familien und hinter verschlossenen Türen geschieht und nicht gesehen werden soll, und sie bringt gleichsam durch ihre künstlerische Praxis eben jene Themen zurück auf die Straße und zu den Menschen, die sie betreffen. Kasearus Haus in Tallinn ist ihr vielleicht umfassendstes Kunstwerk, das das post-sowjetische Erbe und die kapitalistische Realität Estlands reflektiert. Kasearu wird Aspekte, Objekte und Themen ihres „House Museums“ in der Kunsthalle Recklinghausen inszenieren. Einen erweiterten Auftritt in und um die Kunsthalle und das Ruhrfestspielhaus wird ihr jüngstes Projekt haben: die „Disorder Patrol“. Eine in absurden Uniformen agierende und mit Gymnastikbändern ausgestattete Aufsichtskolonne wird dafür sorgen, dass sich die Besucher*innen sowohl im als auch außerhalb des Museums gänzlich un-ordentlich verhalten.

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  • Samstag, 30. April 2022, um 17 Uhr
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