Es kann wieder gerutscht werden

Röhrenrutsche war durch Unwetter beschädigt

TÜV-Prüfung nach der Reparatur: die Röhrenrutsche im Freizeitbad Wananas in Herne (NW) wurde am Mittwoch (22.09.2021) wieder zur Nutzung freigegeben. Sie war bei einem Unwetter Anfang Juli durch Starkregen beschädigt worden.
Erst gucken, dann rutschen. Zentimeter für Zentimeter. Foto: Stefan Kuhn

Die blaue Röhrenrutsche im Wananas ist seit Mittwochnachmittag (22.9.2021) wieder in Betrieb. Nach einer eingehenden TÜV-Prüfung kann sie nun endlich wieder genutzt werden. Kleine und große Badegäste des Erlebnisbades hatten schon ungeduldig darauf gewartet.

Bei dem Unwetter Anfang Juli war die Rutsche so schwer beschädigt worden, dass sie außer Betrieb genommen werden musste. Damals waren große Regenmengen von der Wiese in Richtung Schwimmhalle gelaufen und hatten die im Erdreich eingegrabenen Röhrenelemente wie einen Korken im Wasser nach oben gedrückt. Die Auftriebskräfte waren so stark, dass sich sogar die Metallträger der Aufhängung verbogen.

Schaden begutachtet

Nach der Sperrung wurde zunächst der Boden rund um die Rutsche ausgehoben, um den Schaden begutachten zu können. Fachleute des Rutschenherstellers hatten vor zwei Wochen die beschädigten Elemente ausgetauscht. Jetzt kam eigens der zuständige TÜV Thüringen, um die Reparatur eingehend zu begutachten und die Freigabe zu erteilen. Auch sonst erfolgt einmal im Jahr eine Inspektion durch einen externen Prüfer.

TÜV-Prüfung nach der Reparatur: die Röhrenrutsche im Freizeitbad Wananas in Herne (NW) wurde am Mittwoch (22.09.2021) wieder zur Nutzung freigegeben. Sie war bei einem Unwetter Anfang Juli durch Starkregen beschädigt worden.
Die Sperrung wurde nach der TÜV-Abnahme umgehend aufgehoben. Foto: Stefan Kuhn

Bei der umfangreichen Prüfung kletterte der TÜV-Experte zunächst in die trockene Rutsche und untersuchte im Schein einer Kopflampe die Oberfläche. Das Prüfwerkzeug: seine Hände, mit denen er Zentimeter um Zentimeter der Fugen abtastete. Risse oder Kanten dürfen schließlich nicht die Badekleidung beschädigen oder noch schlimmer zu Verletzungen der Badegäste führen.

Arbeitskleidung gegen Badeshorts getauscht

Und was kam dann? Wasser marsch und der TÜV-Prüfer tauschte seine blaue Arbeitskleidung gegen Badeshorts. In mehreren Durchgängen folgte rutschend der zweite Teil der Prüfung. Schließlich konnten auch kleine und große Badegäste unter den kritischen Augen des Rutschenprüfers wieder auf die kurvige Fahrt gehen. Auch hier gab es nichts Auffälliges zu berichten. Nach einem abschließenden Blick auf die Funktion der Ampelsteuerung und einen Blick in die Unfallberichte konnte die Freigabe wieder erteilt werden. Plakette drauf, fertig.

Die Wananas Röhrenrutsche ist wieder in Betrieb.
Hier sind die ausgetauschten Elemente sowie die beiden orangenen Drainagerohre zu sehen. Foto: Stefan Kuhn

Hans-Lothar Przybyl, Geschäftsführer der Herner Bädergesellschaft, war sichtlich zufrieden: „Wir haben nach dem Schaden durch das Unwetter die Reparatur direkt in die Wege geleitet. Das dauert aber seine Zeit, bis alles soweit ist. Unsere Kollegen im Bad haben gefühlt dutzendmal am Tag die neugierigen Fragen unserer Badbesucher beantwortet, wann es wieder losgeht. Jetzt ist es soweit und es kann wieder gerutscht werden."

Um einem erneuten Schaden durch Starkregen vorzubeugen, wurden zwei Drainagerohre mit Tauchpumpen eingebaut. Sie sorgen im Notfall automatisch dafür, dass größere Wassermengen im Erdreich neben der Rutsche abgepumpt werden können.

Die Wananas Röhrenrutsche ist wieder in Betrieb.
Wieder freigegeben: Die Wananas Röhrenrutsche. Foto: Stefan Kuhn
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