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Cranger Kirmes 2022: 'Nur' 150 Kinder waren es im Jahr 2022, die die Ritter zu einem Bummel über Crange eingeladen hatten (Archivfoto).

Mondritter laden 200 Kinder zur Cranger Kirmes ein

Die Ritter, die Kirmes und glückliche Kinder

Es ist eine der vielen und guten Traditionen, die die Mondritterschaft von Wanne-Eickel auszeichnet: Seit Ihrer Gründung im Jahr 2010 laden sie Jahr für Jahr Kinder, denen es finanziell nicht ganz so gut geht, zu einem Besuch des Cranger Rummels ein. Es sind Kinder aus benachteiligten Familien, Kinder aus Herner Heimen mit ihren Außen-Wohngruppen samt ihren Betreuern und auch ukrainische Mütter mit ihren Kindern sind dabei.

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Erstmalig können 200 Kinder dabei sein

Waren es im Gründungsjahr noch 35, so sind es in diesem Jahr 200 Kinder. „Mittlerweile ist dieser Tag auch in der Gesellschaft als eine feste Tradition angekommen“, erzählt Mondritter Horst Schröder im Gespräch mit halloherne. „Dank der vielen Spenden von den unterschiedlichsten Institutionen und Privatleuten konnten wir in diesem Jahr die Zahl der Kinder noch einmal aufstocken", freuen sich nicht nur die Rittersleute, sondern erst recht auch die Kinder. „200 Kinder“, lacht Schröder, „so viele wie noch nie – das wird bestimmt spannend.“

Viele Spenden machen es möglich

Spende von Privatmenschen für den Kirmes-Bummel mit Herner Kindern.

Spenden kamen auch in diesem Jahr von Privatleuten, die ihr Geld explizit für die Kinder und diesen Tag gegeben hätten. Ansonsten spendete zum Beispiel die Theatergruppe 'Fidele Horst', die Sparda Bank Herne/Wanne, der Verein 'Wir machen Herne schön', das Fitness und Gesundheitszentrum 'Impuls' und das Praxisteam Kardio Herne Dr. Giuras und Tsilingiris.

Programm und Ablauf

Kein Kirmesbummel ohne Kirmesherz.

Wie in jedem Jahr trifft sich die muntere Schar am ersten Sonntag der Kirmes um 11 Uhr auf dem Rummel. Treffpunkt ist in diesem Jahr erstmalig der Ausschankbetrieb 'Zum Lieblingsmensch'. Seit 2023 ist Schausteller Johann Meyer mit seinem Lieblingsmenschen an der Hauptstraße, dem ehemaligen Standort des Karaoke-Biergartens, dabei. Meyer sorgt in seinem 150 Quadratmeter großen Zelt – durch dessen transparentes Dach der Mond von Wanne-Eickel beobachtet werden kann – nicht nur dafür, dass die aufgeregte Schar einen Sitzplatz hat, sondern er sponsert auch die Getränke.

Sitzen alle Beteiligten und haben ihre Getränke, dann kommt auch in diesem Jahr wieder Fabian Bortloff von der StartUp-Kirche und hält eine altersentsprechende Fünf-Minuten-Andacht. Anschließend gibt es für alle – Kinder und Betreuer – Pizza und natürlich das obligatorische Kirmesherz.

Garden Pizza liefert Pizza für alle

Zur guten alten Tradition gehört auch: Pizza für alle!

In diesem Jahr kommt das Essen von der neuen Pizzeria 'Garden Pizza'. „Wir haben auf halloherne von der Neu-Eröffnung gelesen, daraufhin Kontakt aufgenommen, die Pizzen probiert, für lecker befunden und sind mit den Inhabern Armend Bajrami und Amanda Wojtalla ins Gespräch gekommen“, erzählt Schröder. „Als wir ihnen von dem Projekt erzählten, waren sie sofort bereit, die Pizzen nicht nur zu liefern, sondern auch zu sponsern“, freuen sich die Ritter. Das sei für Bajrami und Wojtalla gar keine Frage gewesen.

Schwieriger würde sich der Kauf der Fahrpässe für so viele Kinder gestalten. „Die können wir nicht beim Stadtmarketing vorbestellen, zurücklegen lassen oder gar auf Rechnung kaufen“, erzählt Schröder. „Ich muss in der Tat mit dem gesamten Bargeld dort auflaufen und Glück haben, dass die Anzahl an Pässen auch vorrätig ist.“ Zudem müssen die Ritter den vollen Preis bezahlen, ein Sponsoring oder gar Skonto seitens des Stadtmarketings sei nicht vorgesehen. „Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass ich alle Verkaufsstellen abklappern musste – auch in den umliegenden Städten“, erzählt Horst Schröder.

Eis und Riesenrad von Schmalhaus und Bruch

Im Jahr 2022 warteten 150 Kinder brav und geduldig auf eine Fahrt mit dem Riesenrad.

Aber noch hat er die Anzahl an Pässen, die im Anschluss an das Essen verteilt werden, immer zusammen bekommen. „Da manche Kinder auf den Fahrgeschäften eine Begleitung brauchen, bekommen natürlich auch die Betreuer in jedem Jahr einen Fahrpass“, erklärt Schröder. Und dann schwärmen sie aus zum Bummel mit 200 Kindern. „Wobei“, staunt Schröder eigentlich immer wieder, „es gab in keinem Jahr Schwierigkeiten, auch mit 150 Kindern nicht. Die sind alle sehr diszipliniert und achten aufeinander. Die größeren haben immer ein Auge auf die kleineren Kinder.“

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Gespannt ist er, wie es mit so vielen Kindern am Riesenrad und am Eiswagen funktioniert: „Die Schaustellerfamilien Bruch und Schmalhaus lassen es sich in keinem Jahr nehmen, jedem Kind eine Fahrt im Riesenrad und ein Eis zu spendieren, das geht ganz unbürokratisch.“ Die Wartezeit bei 150 Kindern wäre schon faszinierend gewesen, jetzt kämen halt noch einmal 50 oben drauf...

Dienstag, 25. Juni 2024 | Autor: Carola Quickels