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Szene aus dem Film

Liebevolle Animation für die ganz kleinen Kinofans

Die kleine Glocke Bim rettet Ostern

In einem flämischen Dorf läuten die Glocken jede Stunde. Mit einer Ausnahme: Wenn Ostern naht, dürfen die die schnellsten und stärksten Glocken in die weit entfernte Stadt Rom fliegen, um von dort das magische Osterei zu holen, dessen Zauber den Winter vertreibt und den Frühling zurückbringt. Dafür wird zu Beginn jeden Jahres ein Wettbewerb ausgetragen und eine Jury entscheidet, wer in die rund 1.200 Kilometer entfernte Heilige Stadt entsandt wird.

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Bim ist eine schüchterne, junge Glocke. Er lebt mit seinen Eltern, Tuur und Patina, und seiner schelmischen Großmutter Pendula im Glockenturm eines großen Landhofs. Bim ist sehr klein für sein Alter und nicht so stark und gut im Fliegen wie die anderen Glocken. In deren Leben sich alles um körperliche Fitness dreht. Weil seine Eltern gefeierte Athleten sind, die schon mehrfach zu „Osterglocken“ gekürt wurden, zweifelt Bim an sich – einerseits.

Hart für den Wettbewerb trainiert

Andererseits will er dazugehören – und stellt sich dem Wettbewerb, für den er hart trainiert hat. Er hat zwar beim Test-Parcour am ölverseuchten Schlammbad geschummelt, darf aber trotzdem an der Seite der so ehrgeizigen wie verschlagenen Aurora und den beiden Jung-Glocken Bommel und Pi die weite, gefährliche Reise antreten. Doch schon nach der ersten Nacht, welche die Glocken in Fledermaus-Manier unter einer Brücke verbracht haben, hat sich Aurora aus dem Staub gemacht: Sie will das Frühlings-Elixier für sich allein besitzen, um ihren Rostfraß zu stoppen.

Das aufgedrehte Glöckchen Clara lebt in einer einsamen Hütte in den Alpen, wo sie niemandem mit ihrem Rededrang und ihrer Liebe zur Techno-Musik auf die Nerven gehen kann.

Dafür hat sie sich, wie Bim herausfindet, mit einem Schwarm hässlicher Kuhglocken zusammengetan. Um ihren Vorsprung aufzuholen, beschließen Bim, Bommel und Pi, den direkten Weg über die Alpen zu nehmen, den bisher niemand gewagt hat. Sie überwinden, soviel sei gespoilert, Schneestürme und Lawinenabgänge mit Hilfe eines kleinen alpinen Glöckchens namens Clara, die im Rumfass der Bernhardiner-Hündin Ramona nächtigt…

Gute motorische Fähigkeiten und großes Technikverständnis

Wie sich im weiteren Verlauf des spannenden Familienfilms für Kinder im Alter zwischen vier und acht Jahren offenbart, besitzt Bim trotz seiner fehlenden Kraft gute motorische Fähigkeiten und ein großes Technikverständnis. Als er während der Reise nach Rom und später auch in den Katakomben der Heiligen Stadt in Gefahr gerät, beweist er Kreativität und Cleverness. Bim lernt, dass diese Qualitäten viel wert sind, auch in einer Gesellschaft, in der sich alles darum dreht, schneller und stärker zu sein als die anderen…

„Die kleine Glocke Bim rettet Ostern“ ist ein 71-minütiger Animations-Kinderfilm vor realen Kulissen, zu denen nicht nur grandiose Alpenpanoramen gehören sondern auch ein bekannter Vergnügungspark vor den Toren von Paris. Tom Van Gestel, Direktor des im belgischen Lier beheimateten Studios Fabrique Fantastique, hat einen beinahe schon nostalgischen Film gedreht, animiert und produziert, der, was den technischen Aufwand betrifft, nicht mit Pixar & Co mithalten kann. Dafür aber mit einer liebevoll gestalteten universellen Mutmacher-Geschichte aufwartet.

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Aufführungen in der Filmwelt Herne

Bereits im Februar 2023 in Belgien und Frankreich gestartet, ist dieses spannende Abenteuer für das ganz junge Publikum erst mit einjähriger Verspätung am Donnerstag (29.2.2024) in unsere Kinos gekommen und wird auch in der Filmwelt Herne gezeigt.

| Autor: Pitt Herrmann