Demokratieförderung - Die Zweite

Demokratie leben!

Elena Franz, Gudrun Thierhoff, Stefanie Jordan.
Elena Franz, Gudrun Thierhoff, Stefanie Jordan. Foto: Frank Dieper

„Ich habe gerade die Nachrichten gelesen, darin stand, dass der Anschlag in Hanau einen rassistischen Hintergrund haben soll. Deshalb kann es gar nicht aktueller sein das Programm ‚Demokratie leben!‘ weiter auf den Weg zu bringen", sagte Bildungsdezernentin Gudrun Thierhoff am Donnerstag (20.2.2020) im Rathaus der Stadt Herne. Dort stellte sie zusammen mit Jugendamtsleiterin Stefanie Jordan, Elena Franz von der IFAK e.V (Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe - Migrationsarbeit) und Holger Höhner-Mertmann vom Fachbereich Kinder-Jugend Familie die zweite Förderphase für das Projekt in Herne vor.

Stefanie Jordan, Holger Höhner-Mertmann.
Stefanie Jordan, Holger Höhner-Mertmann. Foto: Frank Dieper

Während der ersten Förderphase des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von 2015-2019, beteiligte sich Herne innerhalb des Programmbereichs A „Partnerschaft für Demokratie“ in Wanne (Bickern/Unser Fritz). Mit der IFAK e.V. wurde eine Partnerin für die Koordinierungs- und Fachstelle gewonnen, die sich bewährt hat. Elena Franz hat die Aufgabe der Koordinatorin übernommen, von städtischer Seite liegt die Projektleitung bei Holger Höhner Mertmann.

In den ersten fünf Förderjahren wurden in Wanne (Bickern/Unser Fritz) viele Mitstreitende für das Thema Demokratieförderung gewonnen und unter anderem in den Demokratiekonferenzen zusammengebracht. Gemeinsam wurden Handlungsstrategien für eine Demokratie-Förderung entwickelt. Als ein zentrales Ziel für die zweite Förderphase soll dies noch stärker systematisiert und der Kreis der Beteiligten vergrößert werden. Die weiteren Handlungsstrategien sollen genau an die Bedürfnisse des erweiterten Fördergebietes angepasst werden. Daher sollen alle wichtigen Akteure, die in ihrem Handlungsfeld die Themenbereiche von Demokratieförderung fokussieren, in einem gemeinsamen Arbeitskreis von zivilgesellschaftlichen Vereinen, Verbänden, Verwaltung und Politik einen Strategieplan für Herne erarbeiten.

Mit einem Fördervolumen von 486.699 Euro wurden in dieser Zeit 60 demokratiefördernde Projekte von 27 Institutionen und Einzelpersonen durchgeführt. Circa 12.000 Bürger sowie professionelle Akteure wurden im Stadtbezirk Wanne durch diese Projekte erreicht. Durch die gut entwickelte sozialräumliche Arbeit innerhalb des Projektes „Soziale Stadt“ wurde ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut. In den folgenden fünf Förderjahren wurde dieses Netzwerk programmspezifisch erweitert und gefestigt, sodass die neue Förderphase mit erfahrenen Mitarbeitenden weitergeführt werden kann.

Ein Höhepunkt des Projektes wird der erste Christopher-Street-Day in Herne, am Samstag, 20. Juni 2020, sein. Die Planung ist in vollem Gange. Zusätzlich zur Projektförderung stellt die Gründung von Jugendforen einen weiteren wichtigen Handlungsschwerpunkt von Partnerschaften für Demokratie dar. Zusätzlich zu dem 2019 installierten Queeren Jugendforum wird sich im März noch das Musikjugendforum gründen.

Die Auftaktkonferenz zur zweiten Förderphase für „Partnerschaft für Demokratie Herne", unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, wird am Mittwoch, 26. Februar 2020, im Stadtteilzentrum Pluto, stattfinden.

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