CDU Kreisverband zum A 43 Umbau

Stellungnahme von Radicke und Wohlgefahrt

Umleitung für die Sperrung der A43 über den Rhein-Herne-Kanal in Herne (NW), am Sonntag (11.04.2021). Bei der im Jahr 1965 erbauten Autobahnbrücke wurden erhebliche technische Mängel festgestellt, die ab dem kommenden Montag zur einer Sperrung führt. Falls ein Belastungstest positiv ausfällt, können Fahrzeuge mit einem Gewicht von maximal 3,5 Tonnen weiterhin das Bauwerk passieren. Der Brückenneubau im Zuge des sechsspurigen Autobahnausbaus ist erst für 2024 vorgesehen.
Umleitung für die Sperrung der A43 im Zuge des sechsspurigen Autobahnausbaus. Foto: Stefan Kuhn

Der CDU Kreisvorsitzende Timon Radicke und Björn Wohlgefahrt, Stadtbezirksverbandsvorsitzender in Herne-Mitte, sind sich einig, dass das anstehende Verkehrschaos auf der A43 eine selbsterfüllende Prophezeiung ist. „Die Planungen waren lange bekannt, Lösungswege wurden frühzeitig vorgeschlagen." Warum diese nicht eingeschlagen wurden, erklären Radicke und Wohlgefahrt so:

„Bereits 2017, noch vor Baubeginn des A43 Umbaus, hat die CDU die Folgen dieses Umbaus thematisiert. Mit der Infrastrukturdebatte Stellwerk17 haben wir vor Jahren bereits darauf hingewiesen, dass der Ausweichverkehr während der Umbauzeit der A43 sinnvoll geleitet werden muss“, sagt Björn Wohlgefahrt. „Deshalb hat die Union jahrelang dafür plädiert, sich bei der Bochumer Straße nicht festzulegen. Sowohl die Stadt, die Opposition und auch der Kooperationspartner haben unsere Warnungen immerzu ignoriert“, ergänzt Timon Radicke. „Jedes Mal, wenn der anstehende Umbau und die daraus resultierenden Verkehrslasten angesprochen wurden, habe man weggehört."

„Wir haben immer gesagt, wir müssen die Möglichkeiten offenhalten, Umgehungsstraßen wie beispielsweise die Bochumer Straße für den Zeitraum des Umbaus auch wieder vierspurig zu gestalten, um den enormen Verkehrsdruck abzuleiten“, so Radicke weiter. Anstatt aber die Debatte sachlich zu führen, seien die Argumente ignoriert worden. „Jetzt rächt es sich, wenn man eine Diskussion nicht ehrlich führt. Zuletzt haben wir 2019, nach einem Vortrag von Straßen.NRW, gegenüber der Verwaltung und der SPD dafür plädiert, für den Zeitraum des Umbaus die Fahrspuren aufzufächern. Nach dem Umbau der A43 hätte man mit einen vernünftigen Konzept, mit Grünwegen und breiten Radwegen eine ordentliche, einspurige Lösung finden können“, so Radicke. „Diese Vorschläge wurden aus Wahlkampfgründen abgelehnt.“ Das entstehende Verkehrschaos sei damit vollumfänglich dem Versagen der Verwaltung und der parteipolitischer Ränkespiele zuzuschreiben. Die Leidtragenden seien nun leider die Bürger, sind sich die beiden sicher.

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