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Die BUND-Kröten Marie, Sam, Silas, Ylvie, Mika und Phil überbrachten dem OB 400 gebastelte Kreuzkröten und machten auf die lebenden Kreuzkröten auf dem Blumenthal-Gelände aufmerksam.

Die Kröten übergaben 40 Papierkröten

BUND-Kindergruppe beim OB im Rathaus

Die BUND-Kröten, das ist die Kindergruppe des Herner BUND, machten sich am Mittwoch (8.11.2023) auf den Weg in das Herner Rathaus. Ihr Ziel: Besuch des Oberbürgermeisters Dr. Frank Dudda. Ihre Mission: 400 aus Papier gebastelte Kreuzkröten dem OB als Geschenk überreichen. Mit dabei waren die Kinder-Kröten: Marie, Sam, Silas, Ylvie, Mika und Phil.

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400 dieser gebastelte Kreuzkröten hatten die 'BUND-Kröten' als Geschenk für den OB Dr. Dudda dabei.

Diese Kröten aus gefaltetem Papier hatten die Kids in den vergangenen Wochen nicht nur gebastelt, sondern zudem mit dem wichtigsten Kennzeichen der Kreuzkröten – dem gelben Rückenstrich – versehen.

Kreuzkröten als Geschenk – Warum?

Über viele Wochen hatten die Kinder-Kröten des BUNDs bei einer Sammelaktion auf der Zechenbrache Blumenthal mitgemacht, bei der über 400 lebende, erwachsene Kreuzkröten und mehrere tausend Jungkröten, die auf dem Gelände leben, eingesammelt wurden. Anschließend wurden die Kreuzkröten, die eine geschützte Art sind, in einem extra angelegten, eingezäunten Bereich am Rand der Fläche ausgesetzt. „Das Naturschutzgesetz schreibt den besonders achtsamen Umgang mit dieser Tierart vor“, erklärte Ingrid Reckmeier vom BUND. „Nötig gemacht hatte diese Aktion, die demnächst anstehenden Sanierung der Fläche."

Mit der Übergabe der beiden großen Weidenkörbe, in denen die 400 Papierkröten saßen, wollten die Kinder den OB auf diese besondere Tierart – und unsere Verantwortung für sie – aufmerksam machen und teilten dem OB gleichzeitig mit: „Wenn wir den Lebensraum der Kröten verändern und bebauen, wird ihr Aussterben nicht mehr aufzuhalten sein.“

Die BUND-Kröten hatten eine Lösung für die lebenden Kreuzkröten auf dem Blumenthal-Gelände.

Mit den Kröten präsentierten die Kids dem OB auch ihre Infomappe mit einer Lösung: „400 erwachsene Kreuzkröten brauchen mindestens 16 ha Freifläche als Lebensraum, das sind 22 Fußballplätze. Sie brauchen Sonne, Sand und Steine, Pfützen und flache Kleingewässer. Sie brauchen Schnecken, Käfer und andere Insekten."

Die Lösung

Blumenthal zum „Standort der Industrienatur“ entwickeln. Bebauung und Arbeitsplätze dagegen auf dem benachbarten alten Kraftwerksgelände an der Kastanienallee.“

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Der OB versicherte den BUND-Kröten, dass auch ihm die Kreuzkröten am Herzen liegen und er sich für ihren Schutz einsetzen wird. „Wir werden es aufmerksam beobachten“, sagt Ingrid Reckmeier vom Vorstand des BUND in Herne.

| Quelle: Ingrid Reckmeier / BUND