Über 400 Gäste bei OB Dudda und eine Kunstwerkversteigerung
Neujahrsempfang: Treff im Rathaus
Dauerregen konnte am Montagabend (12.1.2025) über 400 Gäste, darunter rund 50 ausgeloste Bürger samt Begleitung, nicht davon abhalten, das Rathaus Herne anzusteuern. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hatte traditionell zum Neujahrsempfang geladen. Unter den Besuchern tummelten sich wie immer viele bekannte Gesichter aus der Stadtgesellschaft, Behörden, der Politik, von Firmen, Vereinen, Organisationen und auch aus Nachbarstädten.
Flammensäulen vor dem Eingang ließen die Stimmung schon etwas höher kochen, innen drin sah man auf drei Etagen mehr Deko als in den vergangenen Jahren. Neben einem Sekt-Aperitif zum Start wurden die Gäste musikalisch von Harfe, Saxophon und später DJ Carib begleitet. Artisten vom Circus Schnick-Schnack sorgten vor der offiziellen Eröffnung vom Stadtoberhaupt mit einigen Kunststücken für neugierige und staunende Blicke.
Etwas für den guten Zweck tun
Moderator Martin von Berswordt-Wallrabe bat schließlich Dudda zum gut halbstündigen Gespräch auf die Bühne. Direkt zu Beginn verkündete der Moderator, dass die Gäste etwas für den guten Zweck tun können.
An einer Treppe war ein gut zwei mal zwei Meter großes, bunt gemaltes Kunstwerk von Beni Veltum aufgebaut. Es zeigt unter anderem die Cranger Kirmes, die geplante Seilbahn, das Rathaus, den Rhein-Herne-Kanal, einen Bus und einen Kiosk mit „Herne“ oben drauf sowie zahlreichen bekannten Firmen im „Schaufenster“ zum Büdchen.
Mindestgebot: 2.000 Euro
Dieses Kunstwerk sollte versteigert werden - aber nicht live vor Ort. Wer wollte, konnte einen Zettel mit seinem Gebot in einen Kasten werfen. Startgebot: 2.000 Euro. Der finale Erlös, der im Laufe der Woche bekanntgegeben werden soll, kommt der Herner Kulturinitiative zugute. „Das Bild ist toll“, empfand der Verwaltungschef kurz und knapp. Der Moderator hoffte auf fünfstellige Gebote und ergänzte, vermutlich nicht ganz ernst gemeint, wer das Höchstgebot abgibt, bekommt den nächsten Bauantrag schneller genehmigt.
Schließlich gingen beide zum Rückblick auf 2025 und zum Ausblick auf 2026 über. „Wir haben mittlerweile hier viel zu bieten“, resümierte Dudda und zählte beispielhaft den Verein Insert Coins (mittlerweile in der neuen Heimat an der Bahnhofstraße angekommen), die bald zwei Paläste (Mondpalast in Wanne und in Kürze RevuePalast am Gysenberg) und die vielen Veranstaltungen wie Feierabendmärkte, Festivals und Partys auf. „Darum beneiden uns manche“, machte Dudda deutlich.
Dynamische Stadtentwicklung beibehalten
Für die Stadtentwicklung möchte er weiterhin das Tempo hochhalten und dynamisch Areale entwickeln (Blumenthal, FunkenbergQuartier und Kaiserquartier). Wichtig seien dafür zwei modernisierte und gute Bahnhöfe, die jeweils das Eingangstor zu den Innenstädten darstellen. Außerdem hat er den Glauben daran, dass 136 verschiedene Nationen in Herne eine starke Stadtgesellschaft bilden können. Vom Publikum erntete er dafür viel Applaus.
Den Hauptbahnhof Herne-Wanne-Eickel soll künftig die Seilbahn mit dem Blumenthal-Areal verbinden. Hierfür werde noch im Januar eine Seilbahngesellschaft gegründet, kündigte Dudda an. Am Mittwoch, 14. Januar 2026, startet hierzu die angekündigte Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein 24 Meter langes Modell der Seilbahn soll dazu präsentiert werden, wenn noch mehr Ingenieure und Techniker an diesem Projekt mitwirken würden, könnte sie sogar auf 40 Meter anwachsen, erzählte der Oberbürgermeister.
Erneute Tonprobleme vor dem Ratssaal
2026 freut er sich unter anderem auf die Manifesta Mitte des Jahres, aber auch den Wandel in Wanne. All das war übrigens im Foyer vor dem Ratssaal (leider) wieder einmal nur schwer bis gar nicht zu verstehen, mehrere Zuhörer berichteten von Tonproblemen trotz Bildschirm und Lautsprechern.
Kurz danach wurde das Buffet eröffnet, welches dieses Mal vom Caterer „La Peri“ zubereitet wurde. Bei unter anderem Lachs, Hackfleischspießen, Tortellini mit Sahnesauce, Kartoffeln, Hähnchen, Reis und Gemüse war eine große und leckere Auswahl vorhanden, die von einer mehreren Meter langen Candy Bar als Dessert ergänzt wurde. Besonders diese war nicht nur gut besucht, sondern diente aufgrund des liebevollen Arrangements bei zahlreichem Gästen als Fotomotiv.
Für eine kühle Erfrischung sorgte die Auswahl an Bier (Brinkhoffs und Fiege), Wein, Softdrinks und Wasser. So ging der Abend bei vielen lockeren Gesprächen gemütlich zu Ende und es heißt mal wieder: Bis zum nächsten Neujahrsempfang.