Bönnemanns feiern Diamant Hochzeit

Ursula und Benno Bönnemann.Foto: Daniel MarquardtUrsula und Benno Bönnemann.

Am Freitag (21.4.2017) werden Ursula und Benno Bönnemann 60 Jahre verheiratet sein und die Diamantene Hochzeit feiern. halloherne gratuliert und blickt gemeinsam mit ihnen auf 60 Jahre Ehe und zwei ganze Leben in Unser Fritz zurück. "Wir haben uns 1953 durch einen Beinahe-Unfall mit Fahrrädern kennengelernt" erzählt Benno Bönnemann. „Das geschah vor der Lutherkirche“, fügt Gattin Ursula hinzu, „da war der Segen gleich mit dabei.“ Das Ja-Wort gaben sie sich dann 1957 in der Herz-Jesu-Kirche in Wanne. Doch was ist das Geheimnis einer guten Ehe? – „Sich zanken zu können und wieder zu vertragen“, sagt Ursula. Benno ergänzte, dies sei das Salz in der Suppe.

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Zu den Dingen, die sie einen, gehört die enge Bindung zu ihrem Heimatort. Ursula wurde am 13.9.1936 auf der Emscherstraße geboren, wo die Bönnemanns bis heute wohnen. Gebürtig ist sie eine Bode und die wohnten schon seit 1905 dort, erklärt sie. Benno erblickte am 5.9.1934 das Licht der Welt und hatte auf der Zeche Unser Fritz eine Lehre zum Schmied begonnen. Später war er Herner Stadtmeister im Schwergewichtsboxen. Er gründete auch den Boxring Schwarz-Weiß Unser Fritz, der 1984 wiederum vom Neffen Joachim erneut ins Leben gerufen wurde. Ursula hat Verkäuferin beim Kaisers Kaffeegeschäft gelernt und auf dem Markt gearbeitet.

Benno berichtet, dass er viele Rückschläge im Leben erfahren habe, bei denen er aber immer sehr viel Glück im Unglück hatte. So habe es 1957 einen schweren Verkehrsunfall gegeben, als er mit dem Box-Verein unterwegs nach Bremen war. Bei diesem Unfall wurde er so schwer verletzt, dass er seine Boxkarriere beenden musste, aber auch nicht mehr als Schmied arbeiten konnte. Dann wurde er Kostenabrechner bei der Zeche Consolidation auf Schalke, was für ihn eine Besserstellung bedeutete. Vor dem – so berichtet er weiter – habe es schon einen Unfall gegeben, bei dem ihm eine schwere Seilrolle auf den Kopf gefallen war. Zufälligerweise war er der einzige Mitarbeiter, der einen Helm trug. Als wir anmerkten, dass er ein echter Glückspilz sei, fügt Ursula hinzu: „Der hat ja auch mich bekommen.“

Fünf Jahre lang haben beide einen Grillstand auf der Cranger Kirmes geführt. Der sei immer gut besucht gewesen, denn viele von Ursulas früheren Kunden auf dem Markt, Freunden und Bekannten, haben ihren Anteil daran gehabt. Sohn Dirk war beim Gespräch dabei  und erwähnte die besondere Gastfreundschaft seiner Eltern und dass die Menschen sich in ihrer Gegenwart immer wohl fühlten.

Aus ihrer Ehe entsprangen ihre vier Söhne Ralf, Dirk, Holger und Jörg, doch zogen sie auch ihre Nichte Angelika und Neffe Joachim als ihre eigenen Kinder groß. Später kümmerten sie sich auch um ihre Nichte Nora. Die sieben Nachkommen schenkten ihnen ihrerseits 12 Enkelkinder. Sie gehören zu den 50 Gästen, die am Freitag in der Laurentiuskirche und bei der Feier im Kasino Unser Fritz dabei sein werden.

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Text: Daniel Marquardt 20. April 2017, 11:35 Uhr