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Das brachliegende Müller-Areal, könnte Standort für die Hochschule der Polizei und öffentlicher Verwaltung werden (Archivbild).

Weitere Pläne zur Entwicklung des Funkenbergquartiers vorgestellt

Bewerbung für Hochschule abgegeben

Herne ist weiter im Kampf um den neuen Standort der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW (HSPV NRW). Fristgerecht wurde die Bewerbung eines privaten Investors eingereicht, nachdem Mitte August 2020 erste Planungen und Überlegungen vorgestellt wurden (halloherne berichtete). Besonders viele Details wurden - und konnten nach Angaben der Verantwortlichen - aber nicht vorgestellt, da diese mit Einreichung der Bewerbung einer Geheimhaltung für das weitere Vorgehen unterliegen.

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Die Stadt Herne hat die Müller-Brache an der Funkenbergstraße, seit den Überlegungen Funkenbergquartier genannt, ganz in der Nähe des Herner Bahnhofs, ins Rennen geworfen. Bereits im September 2025 sollen, wenn Herne den Zuschlag bekommt, hier die ersten Studenten in den Hörsälen sitzen. Laut Ausschreibung soll das Gelände rund 30.000 Quadratmeter umfassen, davon rund 19.000 Quadratmeter mit Gebäuden und Räumen.

Positives Signal

„Das ist ein positives Signal für die Stadt. Ein Zuschlag wäre ein großer Wurf für die Zukunft Hernes“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei der Pressekonferenz am Dienstag (23.3.2021). „Wo, wenn nicht hier?“, fragte er, da die übrigen Mitbewerber allesamt schon Hochschulen hätten. Zumindest Gelsenkirchen und Dortmund sind noch dabei.

Wer der Investor für Herne ist und wie das Grundstück dann aussehen soll, darüber wird geschwiegen. Nur so viel: Das Investitionsvolumen dürfte sich auf rund 150 bis 200 Millionen Euro belaufen, berichtete Herne.Business Chef Holger Stoye, (ehemals Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne, WFG). „Diese Einrichtung würde aber den Strukturwandel und den Transformationsprozess in der Stadt weiter voran treiben“, so Stoye. Als weitere Beispiele werden die neue Polizeiwache, der derzeit modernisierte Bahnhof, das K111, die neue Ifürel-Zentrale und das Knipping-Dorn-Gelände mit neuen Wohneinheiten genannt, die in unmittelbarer Umgebung schon entwickelt wurden oder noch entwickelt werden.

Herne als Außenseiter?

Zukunft.Herne: Das Motto für die Bewerbung um die Polizei-Hochschule. li. OB Dudda und Holger Stoye, Herne.Business.

Frank Dudda merkte an, dass aus den Nachbarstädten zu hören sei, dass Herne als Außenseiter gelte. „Wir sehen uns aber als gleichwertigen Mitbewerber, wir haben eine dynamische Innenstadtentwicklung hingelegt“, sagte der Oberbürgermeister. Nach halloherne-Informationen sieht man das zumindest in einer anderen Bewerberstadt ähnlich, auch wenn dort auch mehrere eigene Argumente bereit liegen.

Mit einer neuen Entscheidung, wer in die Verhandlung mit dem Land NRW, genauer mit dem NRW-Innenministerium, treten darf, wird sich im August oder September zeigen. Bis Ende 2021 soll dann der endgültige Zuschlag erteilt werden.

Falls es mit der HSPV für Herne nicht klappt, hat der Oberbürgermeister schon einen Plan B. „Wir wollen den Gedanken eines Campus weitererzählen. Wir haben schon Verhandlungen mit dem Deutschen Forschungszentrum für Nachbergbau aufgenommen, die an der Fläche auch interessiert sind“, sagte Dudda. Zudem gibt es noch die sogenannten Exzellenz-Departments der Hochschulallianz Ruhrvalley, die infrage kommen.

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Wenn es nach den Herner Verantwortlichen gehe, kämen alle drei Projekte in die nördliche Innenstadt. Es wird sich zeigen, ob Herne gegen die anderen Städte mit seinen Vorschlägen und Plänen punkten kann.

Dienstag, 23. März 2021 | Autor: Marcel Gruteser