Ausstellung 'Ein Ort. Irgendwo'

Karikaturen zum Thema Flucht, Migration und Fluchtursachen

Karikaturen zum Thema Flucht, Migration und Fluchtursachen
Karikaturen zum Thema Flucht, Migration und Fluchtursachen Foto: VHS

Nie zuvor waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht oder sind aus anderen Ursachen aus ihrer Heimat migriert. Aus diesem Grund präsentiert das Eine Welt Zentrum und die vhs Herne in Kooperation mit der EXILE-Kulturkoordination eine Ausstellung seit Donnerstag (13.2.2020) zum Thema Flucht und Migration im VHS-Foyer im Herner Kulturzentrum. Die Ausstellung läuft bis zum Dienstag, 31. März 2020.

Die UN-Flüchtlingsorganisation schätzt die Zahl der Flüchtenden auf weltweit etwa 70 Millionen Menschen. Die Folgen für die Betroffenen, ihre Familien und Freunde, besonders für Frauen und Kinder, sind immens. „Jeden Tag müssen 37 000 Menschen ihre Heimat verlassen“, so Markus Heißler vom Eine Welt Zentrum , „viele müssen vor Kriegen fliehen oder werden vertrieben“. Das belegt auch, dass derzeit die meisten Flüchtlinge weltweit aus Syrien stammen. Viele fliehen in die Nachbarstaaten, häufig ärmere Länder. Relativ wenige finden Aufnahme in Europa oder anderen westlichen Staaten.

Das Besondere daran ist, dass die Schau, Ergebnis des internationalen Karikatur-Wettbewerbs Ein Ort. Irgendwo ist. Die EXILE-Kulturkoordination hatte Künstler aus aller Welt dazu aufgerufen, ihre Erfahrungen, Eindrücke und Sichtweisen zum Thema Flucht und Migration in künstlerischer Form umzusetzen. „Wir wollten mit dem Wettbewerb die öffentliche Wahrnehmung verändern. Oft ist das Thema mit Angst besetzt, wir wollten die Schicksale auf der Flucht verdeutlichen und zeigen, dass dahinter jeweils konkrete Menschen stehen. Bis zum Einsendeschluss hatten 319 Menschen aus 64 Ländern insgesamt 671 Bilder eingeschickt. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von rund 80 eingesandten Werken,“ erläutert Christine Link von EXILE.

Die künstlerisch beeindruckenden Karikaturen illustrieren das breite Spektrum des Themas Flucht und Migration, die Schwierigkeiten, Hürden und den Schmerz, die Heimat und Familie zu verlassen sowie die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und die Unterstützung und Akzeptanz. „Die Ausstellung möchte für Denkanstöße sorgen, den Diskurs zum Thema Flucht und Migration antreiben. Ich freue mich, dass die Ausstellung in der VHS gezeigt wird. Hier wird sie viel gesehen. Nicht zuletzt besuchen viele Menschen mit Fluchtgeschichte unsere Deutschkurse", so Heike Bandholz von der VHS Herne.

Februar
13
Donnerstag
Donnerstag, 13. Februar, um 15 Uhr bis Dienstag, 31. März 2020, um 19 Uhr VHS im Kulturzentrum , Willi-Pohlmann-Platz 1 , 44623 Herne Die Ausstellung kann montags-freitags von 9 -19 Uhr und samstags von 9-13 Uhr besucht werden.
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