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Am Sonntag, den 14. Juni fand in der Herner Kreuzkirche ein Benefizkonzert für die Ometepe. „Seit 1988 besteht eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Herne und der Insel Ometepe im Nicaragua-See.

Große Solidaritätsveranstaltung in der Kreuzkirche in Herne

'Aufwind' für Ometepe

Am Sonntag (14.6.2026) fand in der Herner Kreuzkirche ein Benefizkonzert für die Ometepe. „Seit 1988 besteht eine offizielle Städtepartnerschaft zwischen Herne und der Insel Ometepe im Nicaragua-See. Etwa 40.000 Menschen leben auf der Insel mit den zwei Vulkanen überwiegend von der Landwirtschaft,“ so Eine Welt Promotor Markus Heißler.

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Es spielte das Sinfonische Blasorchester „Aufwind“ der Musikschule Dortmund unter der Leitung von Sergio Gelsomino. Als Solistinnen traten Heike Waldmann (Klarinette) und Anna Künne (Gesang) auf. Möglich wurde das gut besuchte Konzert mit über 150 Zuhörern durch eine Kooperation der Nicaraguahilfe Bonn mit dem Städtepartnerschaftsverein Herne-Ometepe und der Fachstelle Eine Welt des Evangelischen Kirchenkreises Herne in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde Haranni und Dortmund Musik.

Die Zuhörer begaben sich auf eine musikalische Reise zur Insel Ometepe und freuten sich über ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm.

Instrumentalmusikalisches Feuerwerk

Das Konzert begann mit einem wahren instrumentalmusikalischen Feuerwerk „Fireworks“ und endete mit lateinamerikanischen Sambarhythmen. Daneben gab es sozialkritische und politische Songs, wie „Imagine“, „We shall overcome“ und „Heal the World“, die feinfühlig auf die Lebenssituation in Nicaragua anspielten. Bemerkenswert war auch die musikalische Umsetzung der Komposition „Three Times Blood“, basierend auf drei Bildern, die während des Stückes an die Wand gestrahlt wurden. Als Zugabe gab es - passend als Überleitung zur aktuellen Fußball-Weltmeisterschaft der Männer - den Song „Zeit, dass sich was dreht“. Dieser Titel von Herbert Grönemeyer (zur WM 2006) ist ja tatsächlich auch in ganz anderer, gesellschaftlicher Hinsicht anwendbar…

Kurz vor der Pause berichtete die Initiatorin des Konzertes, die Ärztin Dr. Susanne Lindner, die sowohl in der Nicaraguahilfe Bonn aktiv ist als auch Klarinette im Orchester spielt, von ihrem diesjährigen Aufenthalt auf Ometepe und informierte über die schwierige Situation auf der Partnerinsel.

1.700 Euro kamen zusammen

Der Erlös des Abends von knapp 1.700 Euro kommt auf direktem Weg der Förderung und Therapie behinderter Kinder zugute. Zudem wird die vom Projekt unterhaltene Vorschule unterstützt. Durch regelmäßige Besuche der Insel besitzt dieses Projekt eine sehr persönliche Note.

„Wir kennen die Ärzte und TherapeutInnen auf Ometepe persönlich und auch einige der kleinen PatientInnen. Bei unseren Besuchen schauen wir, wo Hilfe nötig ist und wo die Hilfe zur Selbsthilfe schon gut funktioniert hat und wo wir eventuell auch zurückziehen können,“ so Dr. Lindner.

Am Eingang der Kreuzkirche konnten sich die Besucher an den Ständen des Städtepartnerschaftsvereins Herne-Ometepe, des Weltladens Esperanza und der Nicaraguahilfe Bonn zusätzlich informieren. Insgesamt freuten sich alle Beteiligten über eine sehr gelungene Veranstaltung, bei der Musik und Farben zu einem Gesamtkunstwerk verschmolzen. Nicht zuletzt das an der Decke hängende, bunte Farben spiegelnde Lichtkreuz des Künstlers Ludger Hinse, tauchte den Abend in ein perfekt passendes Licht.

Freitag, 19. Juni 2026 | Quelle: Markus Heissler