'Anfeindungen und Gewalt gegen Lehrkräfte'

CDU-Anfrage

Markus Mähler, Stadtverordneter der CDU, stellt für die nächste Sitzung des Schulausschusses am Mittwoch, 22. Juni 2022, folgende Anfrage und bittet um Beantwortung:

Im Mai letzten Jahres berichtete die Verwaltung, dass Herner Lehrkräfte Beleidigungen und Bedrohungen insbesondere im Zusammenhang mit der Covid-Pandemie ausgesetzt waren. Dieses Phänomen lässt sich jedoch gewiss nicht auf coronaspezifische Ausnahmesituationen beschränken, sondern stellt sich vielmehr als ein in Teilen tabuisierter Dauersachverhalt dar. Eine im Auftrag des Verbandes für Bildung und Erziehung veröffentlichte repräsentative Forsa-Umfrage des Jahres 2020 veranschaulicht die erschreckenden Ergebnisse, dass 61 % der Schulleitungen angeben, in den vergangen fünf Jahren Fälle von Bedrohung, Beleidigung und Belästigung im physischen oder auch digitalen Raum festgestellt zu haben. Zudem berichten 34 % der befragten Schulleitungen von körperlichen Angriffen auf Lehrkräfte.

Derartige Phänomene und insbesondere Gewaltattacken sind nicht tragbar und erweisen sich als klare Grenzüberschreitungen gesellschaftlichen Miteinanders, wodurch Lehren und Lernen beeinträchtigt und Lehrkräfte in ihrer körperlichen Unversehrtheit angetastet werden.

Anfeindungen und Gewalt gegen Lehrkräfte dürfen kein Tabuthema sein, weshalb die CDUFraktion um Beantwortung folgender Fragen bittet:

  • Welche konkreten Statistiken und Daten liegen der Verwaltung zu Beleidigung, Bedrohung und Gewalt von Lehrkräften an Herner Schulen vor?
  • Wurden zu diesem Thema in den letzten Jahren Befragungen durchgeführt bzw. sind zukünftige geplant?
  • Sind der Verwaltung (rechtliche) Konsequenzen infolge von Anfeindungen oder Gewaltdelikten bekannt und falls ja, welche?
  • Welche präventiven Tätigkeiten werden seitens der Schulverwaltung durchgeführt oder sind in Planung?
  • Welche Unterstützungsleistungen von Lehrkräften mit Gewalterfahrung sind vom Schulträger zu erwarten?
Quelle: