„Alles so wie gestern“

Reuber stellt in der Galerie aus

Der Düsseldorfer Künstler Werner Reuben stellt in der Städtischen Galerie aus.
Der Düsseldorfer Künstler Werner Reuber stellt in der Städtischen Galerie aus. Foto: Carola Quickels
Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuben, der in der Städtischen Galerie ausstellt.
Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuber, der in der Städtischen Galerie ausstellt. Foto: Carola Quickels

Rund 50 Werke - Holzschnitte und Aquarelle - des Düsseldorfer Künstlers, Werner Reuber, sind in der Zeit von Freitag, 25. September, bis Sonntag, 13. Dezember 2020, in der Städtischen Galerie zu sehen. Reuber hat die Ausstellung - Alles so wie gestern - genannt. „Der Titel ist ein Thema, das Erinnerungen aufgreift“, sagt Reuber beim Pressegespräch am Mittwoch (23.9.2020). Aber es finden sich auch Themen aus der Mythologie oder der Religion in seinen Werken. „Eben alles was geschieht“, sagt Reuber, „Liebe und Tod spiegeln sich ebenso darin.“ Man könne mit dem Titel frei assoziieren, da er quasi Allgemeingültigkeit hätte und Dinge beinhalte, die immer wieder oder auch neu passieren. Gehängt hat er seine Werke „nach dem Lustprinzip. Auf sogenannte Themenräume habe ich verzichtet."

Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuben, der in der Städtischen Galerie ausstellt.
Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuber, der in der Städtischen Galerie ausstellt. Foto: Carola Quickels

Sein Werk umfasst, neben den hier gezeigten Arbeiten, auch Tuschezeichnungen, Plastiken aus Keramik und Terracotta. Aber, in all seinen Arbeiten steht der Mensch im Vordergrund. Reuber greift immer wieder ausdrucksstark Menschheitsmotive auf, die neben den erotischen Verhältnissen der Menschen untereinander, häufig auch in Verbindung mit der Natur stehen. Die Figuren auf den Bildern sind eigenwillig wild, seltsam und bunt . Das Gezeigte ist eine Vermischung aus Alltags-Realität, Mythologie, Ironie und Wahrheit - wobei der Betrachter oft ins Schmunzeln gerät.

Bei den Titeln seiner Werke, ließe er sich manchmal von Sprichwörtern oder einzelnen Wörtern inspirieren. So heißt ein Werk: Ohrwurm. Es zeigt das Portrait eines Mannes, dem ein Wurm aus beiden Seiten der Ohren schaut. Ein anderes Werk hat er - Dämmerungseinbrecher - genannt. Es zeigt in düsterer Umgebung einen Menschen, der eine Augenmaske trägt. „Als ich das Wort in den Nachrichten hörte, hatte ich sofort dieses Bild im Kopf“, sagt Reuber.

Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuben, der in der Städtischen Galerie ausstellt.
Arbeiten des Düsseldorfer Künstler Werner Reuber, der in der Städtischen Galerie ausstellt. Foto: Carola Quickels

Die Holzschnitte, die sind Reubers Spezialität seit dem Ende des Studiums. „Eigentlich schon während der Schulzeit“, sagt er im Pressegespräch. Seine Mutter hätte ihm zum Ende der Schulzeit ein Buch über Edvard Munch geschenkt, „das hat mich sehr beeindruckt.“ So verwendet Reuber für seine Holzschnitte eine Sperrholzplatte, die er zersägt, unterschiedlich einfärbt und sie neu zusammensetzt. Anschließend druckt er sie in einem Vorgang auf kräftiges Papier. Bevor das geschieht, zeichnet Reuber in der Regel erst eine sogenannte 'Vorarbeit'. „Eine dieser Arbeit fiel mir vor kurzem in die Hände, und da ich mich erinnerte, dass es in der Galerie auch Vitrinen gibt, habe ich einen kleinen Ausschnitt der 4,50 Meter langen Arbeit für das Bild - Garten der Lüste - mitgebracht.“

Werner Reuber, Jahrgang 1947, lebt in Düsseldorf und war Meisterschüler von Prof. G. Richter und ist Gründungsmitglieder der ersten Düsseldorfer Produzentengalerie. Die Vernissage der Ausstellung findet aufgrund der aktuell geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen nur für geladene Gäste statt.

Der Düsseldorfer Künstler Werner Reuben stellt in der Städtischen Galerie aus.
Der Düsseldorfer Künstler Werner Reuber stellt in der Städtischen Galerie aus. Foto: Carola Quickels
September
25
Freitag
Freitag, 25. September, um 10 Uhr bis Sonntag, 13. Dezember 2020, um 17 Uhr Städtische Galerie , Karl-Brandt-Weg 2 , 44629 Herne Öffnungszeiten: Di-Fr: 10-13 Uhr und 14-17 Uhr. Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr.
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