Zertifikat 'Total E-Quality'

Stadt für Bemühungen um Chancengleichheit ausgezeichnet

v.l. Carina Schulte im Walde, Cordelia Neige und Sabine Schirmer-Klug.
Die Stadt wurde für Bemühungen um Chancengleichheit ausgezeichnet: (v.l.) Carina Schulte im Walde, Cordelia Neige und Sabine Schirmer-Klug halten das Zertifikat in den Händen. Foto: Julia Blesgen

Bereits zum zweiten Mal wird die Stadt Herne 2022 mit dem „Total Equality“-Prädikat ausgezeichnet. Verliehen wird das Prädikat vom Verein „Total E-Quality Deutschland“. Dieser Verein zeichnet jährlich Organisationen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltungen sowie Verbänden aus, die sich nachhaltig für Chancengleichheit engagieren. Die Stadt Herne wurde bereits 2019 erstmalig mit dem Prädikat geehrt.

Nun folgt nach einer weiteren erfolgreichen Bewerbung die erneute Auszeichnung. Bei einem Pressegespräch am Montag (25.7.2022) stellten Sabine Schirmer-Klug, Leiterin des Büros für Gleichstellung und Vielfalt sowie ihre Stellvertreterinnen Cordelia Neige und Carina Schulte im Walde die Gründe für die erneute Zertifizierung vor.

'Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufsleben fördern'

„Wir sind sehr stolz, dass wir es erneut geschafft haben“, macht Sabine Schirmer-Klug, Leitern des Büros für Gleichstellung und Vielfalt, eingangs deutlich. „Ziel des Prädikates ist es, die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Berufsleben zu fördern. Die Auszeichnung trägt auch zu einem positiven Image für die Stadt Herne bei. Ebenso sind wir in guter Gesellschaft mit Firmen wie Bosch oder auch der Commerzbank, die ebenfalls diese Zertifizierung erhalten haben."

Für das Prädikat hat das Büro für Gleichstellung und Vielfalt einen Maßnahmenkatalog entworfen.
Für das Prädikat hat das Büro für Gleichstellung und Vielfalt einen Maßnahmenkatalog entworfen. Foto: Julia Blesgen

'Maßnahmenkatalog aus 70 Maßnahmen auf 84 Seiten'

Für die erneute Zertifizierung mussten die Verantwortlichen einiges an Zahlen, Daten und Fakten zusammentragen. „Im Zuge der Bewerbung haben wir eine Umfrage bei der Stadtverwaltung gestartet, die die Punkte Religion, Herkunft, sexuelle Orientierung, Behinderung, Alter und Geschlecht abgedeckt hat. Hieraus haben wir einen Maßnahmenkatalog entwickelt, der 70 Maßnahmen auf 84 Seiten umfasst", so Carina Schulte im Walde.

Weiter führt sie aus: „Wir möchten den Maßnahmenkatalog zweimal jährlich aktualisieren und hoffen, dass es zu einem Austausch zwischen den Fachbereichen führt und vielleicht Projekte entstehen."

Die Jury habe insbesondere den intersektionalen und inklusiven Ansatz der Stadt Herne lobend hervorgehoben. „In der Begründung der Jury heißt es, dass das 'gesellschaftspolitische Bekenntnis zur Gleichheit sichtbar wird'. Uns ist es wichtig, dass die Unternehmenskultur auf Wertschätzung und Respekt basiert", so Cordelia Neige.

Carina Schulte im Walde ergänzt abschließend: „Für uns bedeutet Diversity auch, die unterschiedlichen Lebensweisen und Biografien als Potenzial begreifen und so für eine Horizonterweiterung zu sorgen."

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