'Faire Metropole Ruhr 2030'

Stadt Herne unterzeichnet die Charta

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Eine Fairfassung für das Ruhrgebiet: Die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030". Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Der Herner Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda hat am Mittwoch (11.5.2022) in der Sitzung der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Herne die Charta Faire Metropole Ruhr 2030 unterzeichnet. Die Charta ruft alle 53 Städte und vier Kreise des Ruhrgebiets dazu auf sich zu den UN-Nachhaltigkeitszielen zu bekennen und sich für Fairen Handel und Fairen öffentlichen Einkauf einzusetzen.

„Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bilden die Basis für das gemeinsame Handeln, für mehr Klimaschutz, für weniger Ausbeutung, für mehr Nachhaltigkeit", so der Sprecher des Netzwerks Faire Metropole Ruhr und Vorsitzender der Steuerungsgruppe Fairtrade-Stadt Herne, Markus Heißler.

Herne ist seit 2011 als Fairtrade Town dabei

Herne engagiert sich bereits seit 2011 als internationale Fairtrade Town für globale Gerechtigkeit. Die Unterzeichnung der Charta ist auch eine Maßnahme zur Umsetzung der 2021 beschlossenen Herner Nachhaltigkeitsstrategie. Herne gehört damit zu den ersten fünf Städten im Ruhrgebiet, die der Charta beitreten. Die Charta Faire Metropole Ruhr ist ein Projekt des Netzwerks Faire Metropole Ruhr mit Sitz in Herne.

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Die Charta "Faire Metropole Ruhr 2030" wurde unterzeichnet von Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda (2.v.li.). Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda betonte bei der Unterzeichnung im Herner Rathaus die Bedeutung des nachhaltigen Konsums und fairen Handels: „Hier geht es um globale Gerechtigkeit und darum, wie die Nachhaltigkeitsstrategie einer Stadt ein Stück weit zu dieser Gerechtigkeit beitragen kann.“

Sieben Ziele auf der Agenda

Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichtet sich Herne bis zum Jahr 2030 sieben Ziele umzusetzen. So sollen zum Beispiel mehr fair gehandelte Produkte für die Verwaltung und für städtische Veranstaltungen eingekauft werden. Kommunale Schulen, Kitas und Jugendzentren sollen motiviert werden, zu fairen Einrichtungen zu werden. In Herne gibt es derzeit zwei Fairtrade-Schulen und zwei Faire Kitas. Diese Zahl soll ausgebaut werden. Als weiteren Punkt hat die Kommune im Projekt Ökoprofit, welches sich an Unternehmen richtet, beschlossen, das Thema Fairer Handel mit aufzunehmen.

Die Charta Faire Metropole Ruhr 2030 wird ideell unterstützt, unter anderem durch Brot für die Welt, Misereor, das Bistum Essen und das Eine Welt Netz NRW. Sie wird gefördert durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung NRW sowie Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

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