'Zusammen etwas anpacken'

Forum 'Kulturen im Dialog' will Kunstschaffende vernetzen

vl. Natalie Dileki, Kama Frankl-Groß, Michaela Schiereck und Gaby Kloke.
"Kulturen im Dialog": (v.l.) Natalie Dileki, Kama Frankl-Groß, Michaela Schiereck und Gaby Kloke. Foto: Julia Blesgen

Eine Veranstaltung des Bündnis Herne im Dezember 2020, die sich mit der Lage der Kulturszene zu Corona-Zeiten in Herne beschäftigte, war der Auslöser. Sie trug dazu bei, dass sich verschiedene Akteure der Herner Kulturszene zusammen getan haben und eine gemeinsame Vernetzung anstrebten.

So entstand die Idee des Austauschforums 'Kulturen im Dialog', an dem die vhs Herne, das Bündnis Herne mit der Stabsstelle Zukunft der Gesellschaft, das Kulturbüro, das Bildungsbüro und Kulturschaffende beteiligt sind.

'Was brauchen die Kulturschaffenden?'

Zum ersten Corona-bedingten digitalen Zusammenkommen im März 2021 nahmen über 50 Menschen teil. Es wurde geschaut, wie es den Menschen der Herner Kulturszene zu Corona-Zeiten geht und was sie brauchen.

Kama Frankl-Groß.
Kama Frankl-Groß berichtete von den Ideen für Kinder und Jugendliche. Foto: Julia Blesgen

Daraus ergaben sich dann vier Arbeitsgruppen: Interkultureller Austausch, Zielgruppe Kinder- und Jugendliche, die Fortbildungsreihe für einen 'Neustart Kultur' und die Kampagne 'Kultur wieder sichtbar machen'. Beim Pressegespräch am Donnerstag (9.9.2021) stellten Natalie Dileki von der vhs Herne, Kama Frankl-Groß und Gaby Kloke vom Kulturbüro sowie Michaela Schiereck vom Bildungsbüro die einzelnen Arbeitsgruppen vor.

Gemeinsamer Austausch

Da Jacob Liedkte und Rosa Mühlenstrasser, die die Gruppe Interkultureller Austausch betreuen, nicht beim Pressegespräch anwesend seien konnten, übernahm Kama Frankl-Groß vom Kulturbüro die Vorstellung: „Wir wollten schauen, wie man kulturelles Miteinander in Verbindung bringen kann. Daraus ist das Projekt „International Kitchen“ entstanden. Hierbei werden Rezepte aus unterschiedlichen Ländern gesammelt und jeder kann etwas beitragen."

Frankl-Groß selbst betreut die Arbeitsgruppe Zielgruppe Kinder- und Jugendliche: „Wir haben uns erst einmal intensiv damit beschäftigt, wie wir Kinder und Jugendliche erreichen können, da durch die Corona-Pandemie so gut wie alles geschlossen war. Wir haben uns überlegt wie wir unsere Ressourcen teilen können und uns miteinander vernetzten können."

Michaela Schiereck vom Bildungsbüro, die ebenfalls Teil dieser Gruppe ist, ergänzte: „Wir wollen die Kinder und Jugendlichen miteinbeziehen. Wir möchten ihnen beispielsweise die Öffentlichkeitsarbeit für Jugendkulturprojekte in die eigenen Hände legen - analog und digital." Weiter führte sie aus: „Schulen sollen hierbei Vertreter stellen. Die Schüler sollen bei den journalistischen Tätigkeiten auch Unterstützung durch Tagespraktika bei den lokalen Medien bekommen. Es soll es etwas wie eine überschulische Arbeitsgemeinschaft entstehen."

Verbindung von Kulturschaffenden jeden Alters

Überhaupt solle das Ziel sein, dass Brücken gebaut werden, um Kulturschaffende jeden Alters zu verbinden. Die Herner Kulturszene soll nach den Corona-Einschränkungen wieder sichtbarer werden. So gibt es beispielsweise ab Oktober mehrere Fortbildungen in der vhs. „Hierbei sollen Kulturschaffende unterstützt werden. Es gibt ab Oktober 2021 Veranstaltungen zu Finanzierungen von Projekten und zu Absicherungen durch eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialversicherung", so Natalie Dileki von der vhs Herne.

Gaby Kloke.
Gaby Kloke stellte die neue Kampagne vor. Foto: Julia Blesgen

Ebenso startet ab sofort die Plakat-Kampagne „Kultur wieder sichtbar machen“. An zehn Orten wie der Künstlerzeche oder den Flottmann Hallen wurden Künstler abgelichtet.

„Wir starten jetzt mit diesen zehn Plakaten. Im Januar 2022 soll es weitere zehn mit neuen Orten geben. Unser Ziel ist es, zu zeigen, wie vielfältig die Herner Kulturszene ist", so Gaby Kloke vom Kulturbüro. Entstanden ist diese Kampagne mit Unterstützung vom Stadtmarketing Herne. Insgesamt, so machen alle deutlich, ist die Bereitschaft sehr groß, sich auszutauschen und zusammenzuarbeiten. „Wir werden nicht nur reden, sondern auch anpacken", so Kama Frankl-Groß.

Das nächste Offene Austauschforum ist am Dienstag, 2. November 2021, von 13:30 bis circa 15:30 Uhr im Bürgersaal Eickel. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten offen. Sie müssen sich nur unter kama.frankl-gross@herne.de anmelden.

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Dienstag, 02. November 2021, von 13:30 bis 15:30 Uhr Bürgersaal im Sud- und Treberhaus , Eickeler Markt 1 , 44651 Herne Offenes Austauschforum, Anmeldung unter notwendig.
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