„Wir haben fertig“

Ersatzteile sind bestellt

Spende des Eissportvereins HEV an die Mondritter für die Restaurierung der
v.l. Horst "Hotte" Schröder und Gerd Herzog nehmen die Spende von HEV-Vorstand Jürgen Schubert entgegen. Foto: Stefan Kuhn

Jetzt hat es doch länger gedauert, als gedacht: Am Dienstag (9.2.2021) überreichte der Geschäftsführer des Herner Eissportvereins, Jürgen Schubert, die letzten 500 Euro zur Restaurierung des Eiswagens von Hanisch. „Prima“, freuten sich Mondritter Herzog und Schröder, „jetzt haben wir fertig und können loslegen.“ Die Mannen um Auto Micha Chef Markus Micha, sie wollen den Wagen ehrenamtlich restaurieren (halloherne berichtete), haben flugs eine Liste der benötigten Ersatzteile er- und bestellt.

Das Geld, das HEV-Geschäftsführer Schubert am Dienstag den Mondrittern überreichte stammt aus dem Projekt 'Fanordner'. Wer Fanordner sein möchte, der muss auf jeden Fall für den guten Zweck spenden und ober er dann tatsächlich Ordner an einem Tag ist, das entscheidet das Los. Wer mehr über das Projekt wissen möchte, der kann sich hier informieren.

Jetzt sind alle guter Dinge, dass der Wagen passend zum letzten Heimspiel der Herner Eishockey-Recken fertig wird. Dann nämlich, also am Montag, 5. April 2021, soll der Wagen frisch restauriert zum Gysenberg gezogen werden und wenn alles nach Plan läuft, soll dann wieder eine Eiskugel nach den anderen über die Theke der kleinen Eiskugel wandern - ganz so wie in alten Zeiten.

Der Eiswagen von Hanisch wartet auf weitere Spenden. Dirk Gerlach überreicht weitere 250 Euro. Im Bild v.l. Markus Micha, Gordan Cassel, Jodi AbdelAkzis, Christian Funke, Dirk Gerlach, Graf Hotte alias Horst Schröder.
v.l. Markus Micha, Gordan Cassel, Jodi AbdelAkzis, Christian Funke, Graf Hotte alias Horst Schröder. Foto: Carola Quickels

Zum Hintergrund

Waren sich doch Anfang August 2020 in der Herne Facebook-Gruppe über 100 Menschen einig: „Der Hanisch-Eiswagen darf nicht verschrottet werden. Zu viele Erinnerungen hängen daran. Der muss restauriert werden.“ Das las damals auch Horst Schröder, vielen besser bekannt als Graf Hotte, und der nahm sich des Problems an (halloherne berichtete).

Er machte die letzte Besitzerin des Eiswagens ausfindig und gemeinsam mit den Mondrittern kaufte er ihr, das von allen so geliebte Wägelchen zwecks Restaurierung ab. Wohl wissend, dass alles zusammen eine gehörige Stange Geld kosten würde. Aber auch in dem Wissen, dass sich ja viele Menschen daran beteiligen wollen.

Spende des Eissportvereins HEV an die Mondritter für die Restaurierung der
Die Mondritter setzen sich für die Restaurierung der "Eiskugel" ein. Foto: Stefan Kuhn

Ganz schnell waren die kundigen Hände der Firma Auto Micha gefunden, die dem Eiswägelchen zu neuem Glanz verhelfen und restaurieren wollten - aufhübschen reicht bei dem desolaten Zustand nicht. Also wurde genauso schnell - zack - ein Spendenaufruf gestartet, damit die Euros auf das Konto der Mondritter eingehen und die Restaurierung starten konnte. Nur hörte es sich im Vorfeld so an, als wenn das benötigte Geld ruck-zuck aufs Konto fließen würde. Aber letztendlich dauerte es bis heute und brauchte einige weitere Spendenerinnerungen.

Aber nun ist ja alles gut. Seinen letzten festen Standort soll der Eiswagen am Heimatmuseum in Unser-Fritz finden. Hier soll Ende Juni 2021, wenn alles nach Plan läuft, die kleine Knutschkugel ihre neue Heimat finden mit einer kleinen Willkommens-Party begrüßt werden.

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