50 elektrische Tretroller in Herne

Bundesweite Premiere

Da geht es lang. Die ersten Tretroller dürfen auf Herner Radwegen und Straßen rollen - Start war am 5. Juni 2019.
Frank Dudda zeigt wo es lang geht. Foto: Carola Quickels

Seit Mittwoch (5.6.2019) dürfen die ersten elektrischen Tretroller durch Herne fahren. Damit ist Herne bundesweit die erste Stadt, in der die Roller erlaubt sind. Oberbürgermeister Frank Dudda übergab 50 Einzelbetriebserlaubnisse an Max Hüsch, dem Deutschlandchef der Berliner Firma Circ, ehemals Flash. Die Übergabe fand am Parkhotel statt. „E-Tretroller haben das Potential auf kurzen Strecken eine unkomplizierte, schnelle und umweltschonende Alternative zum Auto zu sein. Außerdem können sie den öffentlichen Nahverkehr wie Busse der HCR auf der ersten und letzten Meile ergänzen und somit das Serviceangebot verbessern. Zum Beispiel können Bürger mit dem E-Tretroller zur Bushaltestelle oder dem Bahnhof fahren, dort einsteigen und an der Zielhaltestelle wieder einen Roller ausleihen, der sie bequem zum Zielort bringt", so Dudda.

Max Hüsch, Deutschland-Chef des Berliner Start-Up Circ (vorher Flash), mit OB Dr. Dudda beim deutschlandweiten Start der E-Tretroller.
vl. Max Hüsch, Frank Dudda. Foto: Carola Quickels

Das Angebot für die Herner Bürger ist eine Zusammenarbeit der Stadt Herne mit Circ, der HCR und der Versicherung Signal Iduna. Signal Iduna sorgt für den ausreichenden Versicherungsschutz der Tretrollerfahrer. „Wir haben reichlich Roller getestet, bevor wir uns für Circ entschieden haben. Die Stabilität der Roller ist so gut, dass sie selbst einen Oberbürgermeister sicher fahren lässt", sagte Frank Dudda. Ziel des Einsatzes der E-Tretroller ist eine Reduzierung des Autoverkehrs in Herne. Darüberhinaus werden die Daten der Rollerfahrten gesammelt. „Dafür wird ein Memorandum of Understanding von Karsten Krüger, Geschäftsführer der HCR, der Stadt Herne und Max Hüsch, von Circ, unterzeichnet. Ziel ist die Entwicklung von nachhaltigen Konzepten zur Mobilität und Energie im urbanen Raum. Außerdem sollen Daten zu Zwecken der Forschung und Entwicklung ausgetauscht werden und um Smart-City-Angebote zu ermöglichen, vor allem in den Bereichen Mobilität, Logistik und Energie", sagte der Oberbürgermeister. Die Roller dürfen ausschließlich auf Fahrradwegen und Straßen fahren.

Die ersten Tretroller dürfen auf Herner Radwegen und Straßen rollen - Start war am 5. Juni 2019.
Roller fahren - sicherer mit Helm. Foto: Carola Quickels

Belal Suma ist bei Circ zuständig für die Tretroller in Herne: „Mein Service-Team und ich werden die Roller in Herne aufstellen und einsammeln, sie werden über Nacht geladen, gewartet und gereinigt und am Morgen wieder in der Stadt verteilt." Das wird auch nötig sein, denn die Roller können an nicht jedem Punkt im Stadtgebiet abgestellt werden. „Es wird an diesen Punkten zwar möglich sein sie hinzustellen - aber der Fahrer kann sich nicht abmelden. Steht der Roller in einer Verbotszone, zahlt der Mieter weiter", so Max Hüsch. Vor der ersten Fahrt muss die Circ-App auf das Smartphone geladen werden. Über die App kann man die Roller mieten, finden, entsperren und losfahren. Fahrer müssen mindestens 18 Jahre alt sein und eine Kreditkarte haben, für das bargeldlose Bezahlen über die App. „Das Entsperren kostet einen Euro, jede gefahrene Minute 15 Cent. Eine Stunde berechnen wir mit zehn Euro. Wer den Roller länger als eine Stunde fahren will, kann uns das mitteilen, dann kostet jede weitere Stunde neun Euro", sagte Suma. Die Reichweite der Circ-Tretroller beträgt - mit vollem Akku - zwischen 34 und 45 Kilometer. -zur App.

Start der E-Tretroller in Herne.
Start der E-Tretroller in Herne. Foto: Carola Quickels
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