WVH mit solidem Bilanzergebnis 2019

Mitgliederversammlung

Mitgliederversammlung 2019 des Wohnungsvereins Herne im Kulturzentrum. .
Mitgliederversammlung 2019 des Wohnungsvereins Herne im Kulturzentrum. . Foto: Wohnungsverein Herne

Im Kulturzentrum berichtete Sonja Pauli als geschäftsführender Vorstand des Wohnungsvereins Herne (WVH) am Dienstag (15.9.2020) über das Geschäftsjahr 2019 und stellte ein solides Bilanzergebnis mit einer Bilanzsumme von über 54 Millionen Euro vor. 1.337 Wohnungen zählen zum Wohnungsbestand der Genossenschaft. Der durchschnittliche Mietpreis liegt bei 5,18 Euro pro Quadratmeter bei einem Leerstand von 0,45 Prozent und einem Mietrückstand von 0,06 Prozent. Neben den wohnungswirtschaftlichen Zahlen berichtete Sonja Pauli über das aktuelle Neubauvorhaben. Der erste Bauabschnitt mit 24 Wohnungen an der Augustastraße wurde im Sommer 2020 fertiggestellt und vollständig bezogen.

Laufende Investitionen in den Bestand

Die Investitionen zur Instandhaltung und Renovierung der Immobilien beliefen sich in 2019 auf mehr als 2,5 Millionen Euro. Neben den Modernisierungen und Instandhaltungen von Wohnimmobilien, die sich in 2019 auf Balkonsanierungen, Erneuerung von Wohnungseingangstüren, Anstrichen und Dämmungen von Fassaden, aber auch Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bereich der elektronischen Verkabelung von Hausfluren sowie der Abfangung eines Treppenhauses beliefen, werden auch die Garagenhöfe der Genossenschaft saniert. Hier reicht die Sanierung von einer ausreichenden Beleuchtung über der Pflasterung alter Schotterflächen bis hin zu neuen Garagentoren.

Neubau des Wohnungsvereins Herne an der Augustastraße.
Neubau des Wohnungsvereins Herne an der Augustastraße. Foto: Wohnungsverein Herne

Bezug des ersten Bauabschnittes an der Augustastraße

Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit konnten an der Augustastraße die ersten 24 Wohnungen fertiggestellt werden. Die vier geplanten Gebäudekomplexe mit insgesamt 47 Wohnungen werden unter Beachtung höchster ökologischer Aspekte errichtet. Die Energieversorgung erfolgt mit Hilfe einer Luft-Wasser-Wärmepumpe, die Hauptdächer sowie das große Dach der Tiefgarage werden als Gründächer angelegt und die Wohnungen im Innenbereich erhalten einen hochwertigen Echtholzboden. Die Durchschnittsmiete in dem Neubauvorhaben liegt nach Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes im Jahr 2022 bei 10,29 Euro pro Quadratmeter. Für die Bewohner des Altbestandes, welcher für das Neubauvorhaben vollständig abgerissen wird, wurden subventionierte Mieten vereinbart. Mit dieser Subvention kommt die Genossenschaft gern ihrer sozialen Verantwortung nach. Die geplanten Baukosten für beide Bauabschnitte sollen sich auf 11,4 Millionen Euro belaufen. Schon bald sollen erneut die Bagger an der Augustastraße anrollen: Mit den Arbeiten für den zweiten Bauabschnitt soll noch im Oktober dieses Jahres begonnen werden.

Jahresüberschuss und Auswirkungen der Coronapandemie in 2020

Wie bereits im Geschäftsjahr 2018 konnte die Bilanzsumme der traditionsreichen Herner Genossenschaft auch 2019 die 50-Millionen-Euro-Grenze überschreiten. Der Jahresüberschuss lag im vergangenen Geschäftsjahr bei 622.000 Euro. Die Mitgliederversammlung beschloss auch in diesem Jahr die Ausschüttung einer Bruttodividende in Höhe von vier Prozent. Der Vorstand rechnet auch für das laufende Geschäftsjahr mit einem ähnlich positiven Bilanzergebnis. Aktuell hat die Corona-Pandemie keine spürbaren Auswirkungen für den Geschäftsbetrieb der Genossenschaft gezeigt. Frau Pauli berichtet und bedankt sich bei den Mitgliedern, dass weder Mieteinnahmen weggebrochen sind noch die Fluktuation oder der Leerstand angestiegen sind. Dass die Coronapandemie gezeigt hat, dass gemeinsam alles geschafft werden kann, ganz nach dem genossenschaftlichen Prinzip. Sie bedankt sich weiterhin für das Verständnis der Mitglieder und für die Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter, die beim Wechsel ins Homeoffice ihre Wohnzimmer oder Esszimmer zum Arbeiten zur Verfügung gestellt haben. Aber auch beim Aufsichtsrat, der es mit einem enormen Vertrauensvorsprung ermöglicht hat, dass der Vorstand die gesamte Zeit über flexibel und unbürokratisch handlungsfähig war.

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