Tatverdächtiger nach Messerattacken gefasst

Niederländische Beamte nahmen den Gesuchten in einem Zug fest

Einsatz für die Kriminalpolizei in einem Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstraße
Die Kriminalpolizei war am Sonntag (15.11.2020) in einem Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstraße im Einsatz. Foto: Daniel Knopp

Wie bereits berichtet wurden zwei Männer am Sonntag (15.11.2020) in Herne durch Messerstiche schwer verletzt (halloherne berichtete). Der Täter flüchtete vom Tatort.

Am Mittwoch (18.11.2020) teilten die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bochum mit, dass der Gesuchte gefasst wurde. Am Dienstag (17.11.2020) nahmen Beamte der niederländischen Grenzpolizei gegen 17 Uhr den gesuchten Mann (36) in einem Zug fest, der zwischen Zevenaar und Arnheim unterwegs war.

Die holländischen Kollegen überstellten den zur Festnahme ausgeschriebenen Herner an die Bundespolizeiinspektion Kleve. Kriminalbeamte der Bochumer Mordkommission holten den polizeibekannten 36-Jährigen noch in den Abendstunden ab und brachten ihn zur Vernehmung ins Polizeipräsidium.

Am Mittwoch (18.11.2020) wurde der Mann wegen eines versuchten Tötungsdelikts bei Gericht vorgeführt und ein Untersuchungshaftbefehl erlassen.

Zur Vorgeschichte: Gegen 10.00 Uhr kam es am Sonntag (15.11.2020) in einer Wohnung an der Bahnhofstraße in Baukau zu einer Auseinandersetzung zwischen drei Personen. Zwei Männer (33 und 40 Jahre, beide aus Herne) wurden bei der Auseinandersetzung durch den Einsatz eines Messers schwer verletzt, der 33-jährige Wohnungsinhaber sogar lebensgefährlich.

Oberstaatsanwalt Andreas Bachmann und eine von Kriminalhauptkommissar Holger Buchwald geleitete Mordkommission nahmen die Ermittlungen auf. Gleichzeitig wurde die Fahndung nach dem flüchtigen Tatverdächtigen ausgelöst. Nach einer richterlichen Anordnung wurde noch am Sonntagabend eine Wohnung an der Heidstraße in Wanne-Eickel durchsucht. Es gab konkrete Hinweise, dass sich der Tatverdächtige der Messerstecherei dort aufhalten könnte. Dazu setzte die Polizei ein Spezialeinsatzkommando ein. Der Tatverdächtige konnte in den Räumlichkeiten jedoch nicht angetroffen werden, so ging die Fahndung weiter.

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