Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet

Neue Wege, Bäume und Bänke, Verbindung zur Nordstraße kommt

Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet.
Die Streuobstwiese Holper Heide wurde neu gestaltet. Foto: Marcel Gruteser

In Horsthausen ist die Streuobstwiese Holper Heide ein Stück Natur, ganz in der Nähe des Rhein-Herne-Kanals. In den vergangenen Monaten wurde sie von der Stadt Herne neu gestaltet und ist nun für alle Bürger zugänglich. Bei einem Pressetermin am Donnerstag (1.7.2021) stellten die Verantwortlichen die Veränderungen vor.

Es wurden neue Wege gebaut, neue Obstbäume gepflanzt, die teilweise von Bewässerungssäcken umgeben sind und mehrere Sitzbänke am „zentralen Platz“ aufgestellt. In den Seitenwegen sind neue Staudenbeete aufgestellt, um den Platz herum wurde ein Barfuß-Erlebnispfad angelegt, der allerdings noch nicht gefüllt ist.

Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet, im Bild (v.li.) Sodingens Bezirksbürgermeister Mathias Grunert, Roberto Gentilini, Sprecher der SPD im Umweltschutzausschuss, OB Dr. Frank Dudda und Peter Hornig von der Bezirksregierung Arnsberg.
v.li. Mathias Grunert, Roberto Gentilini (SPD Umweltschutzausschuss), OB Dr. Frank Dudda und Peter Hornig. Foto: Marcel Gruteser

Ein Weg für Fahrräder und Fußgänger durch die Holper Heide verbindet Baukau und das Feldherrenviertel mit dem Kanal. Eine Rampe und eine Treppe führen von der Holper Heide zum Weg am Kanal hinauf. Dazu entsteht eine Obstbaumallee, die die Nordstraße mit dem Kanal verbindet - eine Fertigstellung soll bis Ende Juli 2021 erfolgen. Ein paar Meter weiter ist ein Steinkreis entstanden, daneben der Container ist für Materialien wie Tische und Stühle geplant. Bald sollen ihn Graffitikünstler und junge Menschen von der Jugendkunstschule mit ihren Kunstwerken verschönern.

Förderung von der Bezirksregierung Arnsberg

Das gesamte Projekt wird von der Bezirksregierung Arnsberg mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag gefördert. Emscherland 2020 heißt das gesamte Projekt, zu dem auch die Holper Heide gehört. „Das Förderprogramm Grüne Infrastruktur stellt Mittel dafür zur Verfügung. Hier entsteht eine Kombination mit der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet sowie der Wewole-Stiftung“, sagte Peter Hornig von der Bezirksregierung Arnsberg.

Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet. Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet, im Bild (v.li.) Sodingens Bezirksbürgermeister Mathias Grunert, Roberto Gentilini, Sprecher der SPD im Umweltschutzausschuss, OB Dr. Frank Dudda und Peter Hornig von der Bezirksregierung Arnsberg. Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet. Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet.

Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet

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„Durch die Förderung kann man das Herzstück der Verbindung errichten. Es ist außerdem als Bildungsort für die Zukunft gedacht“, sagte Heinz-Jürgen Kuhl, Fachbereichsleiter Stadtgrün. Aber auch Tiere profitieren: Für Vögel gibt es neue Nistmöglichkeiten, ein Steinhaufen bietet Platz für Eidechsen und in einem Haufen Totholz können kleine Tiere wie Kaninchen und Insekten Unterschlupf suchen.

Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda sieht in der Umgestaltung eine „faszinierende Chance“ für Herne: „Wir schaffen neue Räume, die lange nicht im Bewusstsein der Herner waren, und neue Wegeverbindungen. Außerdem planen wir den Brückenschlag über die Emscher nach Recklinghausen.“ Dabei seien die Investitionen noch günstig, würden aber die Lebensqualität erhöhen. Er selbst läuft oder fährt mit dem Rad an der Stelle öfters vorbei, betonte Dudda. „Diese Stelle war bislang quasi im Dornröschenschlaf. Das ändert sich nun.“

Neue Brücke über den Kanal

Die Holper Heide gilt als Landschaftsschutzgebiet. Da, wo derzeit zwischen Weg und Rhein-Herne-Kanal noch dichte Sträucher sind, soll bis Ende 2023 eine neue Brücke entstehen.

Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet.
Streuobstwiese Holper Heide neu gestaltet. Foto: Marcel Gruteser

Den Steinkreis sehen Kuhl und der Sodinger Bezirksbürgermeister Mathias Grunert als Verweilfläche für Jugendliche. „Hier kann man gerne mal ein Bier trinken, wenn man sich vernünftig verhält und es dann auch in die zahlreichen Mülleimer wirft. Ein offener Platz ist immer risikobehaftet, aber wir sind zuversichtlich, dass sich die Jugendlichen gut benehmen“, sagte Kuhl.

Mathias Grunert fügte an: „Wir brauchen aber auch Aufenthaltsbereiche für junge Menschen, sie müssen mal wieder raus aus den Wohnungen. Dafür ist das hier als mögliche Fläche gut geeignet.“

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