Spiel fünf – Sieg fünf

HEV gegen Tilburg.
HEV gegen Tilburg. Foto: Rüdiger Ungebauer

Eishockey. Es war in jeglicher Hinsicht ein wunderbarer Freitagabend (11.10.2019) am Herner Gysenberg. Der HEV setzte sich in einer rasanten Partie vor 1.607 Zuschauern mit 4:3 (0:1, 3:0, 1:2) gegen die Tilburg Trappers durch und steht nach fünf Siegen aus fünf Spielen mit der Maximalpunktzahl an der Tabellenspitze.

HEV gegen Tilburg.
HEV gegen Tilburg. Foto: Rüdiger Ungebauer

In den ersten 20 Minuten setzten die Trappers den HEV schon in der eigenen Zone unter Druck und sorgten so dafür, dass die Herner im kompletten Drittel nur wenige eigene Torchancen erspielen konnten. Die größte Möglichkeit hatte Dennis Thielsch, der mit seinem Schlenzer an der Schulter von Ian Meierdres scheiterte. Auf der anderen Seite musste sich der HEV bei Goalie Björn Linda bedanken, der dafür sorgte, dass sein Team nur mit einem Rückstand von 0:1 in die Kabine ging. Unter anderem überstand der HEV dabei eine fast anderthalbminütige 3-5Unterzahlsituation. „Björn hat uns da im Spiel gehalten“, sagte auch HEV-Coach Danny Albrecht nach der Partie.

HEV gegen Tilburg.
HEV gegen Tilburg. Foto: Rüdiger Ungebauer

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild dann etwas. Zwar hatten die Trappers weiterhin mehr vom Spiel, doch der HEV war in der Offensive gefährlicher. Der Ausgleich durch Denis Fominych kam jedoch aus dem Nichts, wie auch Tilburg-Coach Bo Subr auf der anschließenden Pressekonferenz sagte. Dieses Tor gab den Gastgebern Auftrieb. Anderthalb Minuten nach dem Ausgleich vollendete Christoph Ziolkowski eine schöne Kombination über Anthony Calabrese und Dennis Palka zum 2:1, in Spielminute 32 blieb Nils Liesegang bei einem Penalty eiskalt und sorgte für die 3:1-Pausenführung seiner Mannschaft.

HEV gegen Tilburg.
HEV gegen Tilburg. Foto: Rüdiger Ungebauer

Doch wer dachte, die Trappers wären geschlagen, der irrte. Sechs Minuten vor Schluss hatte Tilburg ausgeglichen, doch auch der HEV hatte an diesem Abend große Comeback-Qualitäten. Nur 27 Sekunden nach dem Ausgleich erzielte Patrick Asselin den 4:3-Siegtreffer, nach wunderbarer Vorarbeit von Nils Liesegang, der zurecht zum Spieler der Partie auf Herner Seite gewählt wurde. „Die Reihe, die den Ausgleich schlucken musste, erzielte nur wenig später den Siegtreffer. Das zeugt schon von einer wirklich guten Moral“, freute sich Danny Albrecht.

Nach dem Spiel versammelten sich beide Mannschaften dann für ein Gemeinschaftsbild vor der neuen HEV-Bande, die für Kameradschaft und Toleranz steht. So setzten sie ein wichtiges Zeichen gegen Gewalt, Rassismus und Antisemitismus und für Demokratie, Toleranz, Respekt und Miteinander.

Am Sonntag (13.10.2019) geht es für den HEV dann zu den IceFighters nach Leipzig. Bully im Kohlrabizirkus ist dann um 18 Uhr.

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