Regielabor zeigt "Paul ist tot"

Premiere in den Flottmannhallen

Die Premiere von Paul ist tot.
John Sander (m.) als Jonas. Foto: Merlin Morzeck

Paul ist tot, so die Ausgangssituation des neuen Theaterstücks des Regielabors des Theater Kohlenpott. Das Stück Paul feierte Samstag (28.10.2017) in den Flottmannhallen Premiere. Jonas, gespielt von John Sander, ist Pauls jüngerer Bruder. Paul wurde von einem Zug getötet und 502 Tage später kam Jonas auf die Welt. Als Ersatz für seine trauernden Eltern. Neugierig beginnt Jonas die letzten Tage seines Bruders zu rekonstruieren. Was führte zu dem tragischen Unfall?

Die Premiere von Paul ist tot.
Die Premiere von Paul ist tot. Foto: Merlin Morzeck

Die Bühne schmücken sechs Bühnenelemente, eine Stehlampe und zwei Podeste aus Europaletten. Jonas, gefangen auf einem Podest, umringt von drei Sprecherinnen, die im Wechsel, fast einem Choral gleich die verschiedenen Menschen in Jonas Leben Stimme geben. Auf der Bühne herrscht brechtscher Minimalismus. Jonas im Zentrum. Ihm gegenüber sein Bruder - Paul. Inszenatorisch setzt das Regieduo Malina Hoffmann / Sefa Küskü neben ihrem starken Hauptdarsteller auf crossmediale Einflüsse. Hörspielartige Tonfetzen und Dialoge, Tanzeinlagen und eine expressionistische Ausleuchtung.

Die Premiere von Paul ist tot.
Paul und Jonas verewigt in Holz. Foto: Merlin Morzeck

Mehr sei nicht verraten, denn die vielfältigen Einfälle des Duos sind schwer in Worte zu fassen und am Besten selbst zu erleben. Sonntag, 29. Oktober 2017,18 Uhr findet die zweite und vorerst letzte Vorstellung statt. Karten gibt es für 8 Euro (ermäßigt 4 Euro) an der Abendkasse. In weiteren Rollen: Rabea Porsch, Lilli Gehrke, Veronika Wesolowski und Mats Gehrke. -Mehr Infos

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Applaus nach der Premiere. Foto: Merlin Morzeck
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