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Christian Keller wird ab 1. April 2024 neuer hauptamtlicher Geschäftsführer der Herner Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM).

Christian Keller (52) wird Geschäftsführer der HSM

Neuer Chef für eine wichtige Stadttochter

Die Herner Schulmodernisierungsgesellschaft (HSM) bekommt einen neuen Chef – und zwar einen hauptamtlichen. Christian Keller wurde am Freitag (23.2.2024) als neuer Geschäftsführer vorgestellt, nachdem zunächst der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung dies einstimmig beschlossen hatte. Karla Fürtges, neben ihrer Arbeit als Fachbereichsleiterin für Gebäudemanagement bisher als Geschäftsführerin tätig, bleibt aber im Team: Sie wird weiterhin beide Posten bekleiden.

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Doch der Großteil der Arbeit wird bald von Keller erledigt. Bekanntlich kümmert sich die HSM um die städtischen Schul- sowie Kitagebäude und sorgt so für mehr und bessere Möglichkeiten, um Kitakinder zu versorgen und Schülern bessere Lernbedingungen zu ermöglichen. Keller wird seinen Job am Montag, 1. April 2024, antreten.

Guter Austausch und hohe Kompetenz verspürt

„Ich freue mich auf die neue Aufgabe. Vom ersten Moment an war es fachlich ein guter Austausch und ich habe eine hohe Kompetenz verspürt“, erläutert der 52-Jährige, der derzeit noch als Amtsleiter für Immobilienwirtschaft in Gladbeck arbeitet.

So sieht der Architektenplan für die Kita Franzstraße aus: Die Fertigstellung ist für Sommer 2024 vorgesehen.

Stadtdirektor Hans Werner Klee ist vollends überzeugt vom neuen Geschäftsführer: „Wir sind froh, dass wir einen herausragenden Fachmann gefunden haben. Dennoch ist auch die Persönlichkeit sehr wichtig, das ist hier aber auch vorzufinden.“ Es sei ein langer Prozess bis hin zur Entscheidung gewesen, aber nun habe man „den besten Kandidaten gefunden“, so Klee, der anfügt: „Es war die einhellige Meinung, dass wir den idealen Bewerber gefunden haben. Erfreulich ist, dass er schon Erfahrungen mit Kommunen gesammelt hat.“

Lange Jahre in Cottbus gearbeitet

Keller selbst hat längere Zeit in Cottbus (Brandenburg) gearbeitet und dort profunde Kenntnisse im Umgang mit öffentlichen Gebäuden und Denkmalschutz gesammelt. Er war lange Zeit Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer, die ihm 2023 die Ehrenpräsidentschaft verliehen hat, sowie im Vorstand der Bundesarchitektenkammer.

Keller selbst hat drei Kinder (21, 13 und 4 Jahre alt) und arbeitet seit zwei Jahren in Gladbeck – aufgewachsen ist er in Rheine, nördlich von Münster. Studiert hat er in Dortmund und auch nur während dieser Zeit seine einzigen Berührungspunkte mit Herne gesammelt. Noch bevor das LWL-Museum für Archäologie am Europaplatz gebaut wurde, sollte er einen Vorschlag für das Bauwerk zeichnen. Doch diesen Entwurf möchte er heute nicht mehr zeigen. „Es war ein dreieckiges Gebäude. Ich weiß nicht, was mich damals dazu getrieben hat“, erzählt der Familienvater und lacht dabei.

HSM wurde 2017 gegründet

Da der Großteil der Neubauten bei Herner Kitas mittlerweile nach den gleichen Grundrissen geplant wird, kommen hier zumindest keine weiteren neuen Skizzen auf ihn zu. Dennoch wartet auf ihn einiges an Arbeit, die 2017 gegründete Stadttochter hat einige Projekte am Start.

Christian Keller kann sich auf ihre Erfahrung verlassen: Karla Fürtges (li.) bleibt weiterhin nebenamtlich in der Geschäftsführung aktiv.

„Die Kita Franzstraße wird im Sommer 2024 fertig, die Kita Am Berg hängt ein kleines Stückchen hinterher, wird aber zum Kindergartenstart ebenfalls bereit sein“, gibt Karla Fürtges Auskunft über den aktuellen Stand. Die Übergabe der Grundschule Lackmanns Hof soll Ende April erfolgen. Auch für die Mont-Cenis-Gesamtschule gibt es gute Nachrichten: Hier soll ein erstes Teilprojekt mit einem neuen Gebäude für die Klassen 5 bis 10 voraussichtlich ab August oder September 2024 starten und dann in rund zwei Jahren fertig sein.

Baupreissteigerungen sorgen für Probleme

„Wir haben die 100 Millionen Euro, die zu Beginn verfügbar waren, verplant, es wird aber noch etwas oben drauf kommen“, blickt Kämmerer Klee voraus. Da er bald seinen Ruhestand antreten wird, wird das dann sein designierter Nachfolger Marc Alexander Ulrich (halloherne berichtete) übernehmen. Die Prioritätenliste sei aber längst nicht abgearbeitet, auch weil Baupreissteigerungen im Bereich von 40 bis 50 Prozent in den vergangenen fünf Jahren und hohe Zinsen für Probleme sorgen.

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Dennoch habe die HSM als „Schnellboot um den Tanker Verwaltung herum“ schon viel erreicht - doch die Arbeit und die Herausforderungen werden nicht weniger. Nun aber bald mit einem hauptamtlichen Chef.

| Autor: Marcel Gruteser