Minderheiten im Gespräch

Muslimisch und trans?

Minderheiten im Gespräch: muslimisch und trans?
Minderheiten im Gespräch: muslimisch und trans? - Leyla Jagiella. Foto: Tuncay Nazik

„Im falschen Körper geboren sein" - eigentlich ist es die Außenwelt, die zu mir gesagt hat „Du hast den falschen Körper“.

„Daraufhin habe ich sehr lange versucht mich zu ändern, ich habe gebetet, Therapien in Betracht gezogen. Aber nichts hat geholfen und ich habe mich entschieden nicht eine Lüge zu leben“, erzählt Leyla Jagiella, auf der Veranstaltung Ende Mai 2022 im Saal der Islamischen Gemeinde Röhlinghausen. Hier erzählt sie vielen interessierten Zuhörern von ihrem Schicksal

Minderheiten im Gespräch: muslimisch und trans?
Minderheiten im Gespräch: muslimisch und trans? - Leyla Jagiella. Foto: Tuncay Nazik

Weitere überraschende Feststellungen folgten: „Wir Muslime in der Moderne sind konservativer als die früheren Muslime“. Seit Jahrhunderten existiere in Indien und Pakistan eine starke Community des dritten Geschlechtes und werde als Teil der Schöpfung Gottes anerkannt, erzählt Leyla Jagiella, die selbst einige Zeit in den besagten Communitys in Indien und Pakistan gelebt hat.

Für Muslim:innen oder religiöse Trans-Menschen ist die Lage besonders schwer. Es ist schwer in der eigenen Gemeinde Fuß zu fassen und in der LGBTQ-Community (Menschen, die nicht heterosexuell sind oder deren Geschlechtsidentität nicht dem binären Modell von männlich und weiblich entspricht, Anm.d.Red.) werden Gläubige ebenfalls schief angeguckt.

Was ist zu tun? Wir müssen mehr über die Themen sprechen, die Probleme und Bedürfnisse der Minderheiten berücksichtigen. Ddenn, die Menschen, die anders gelesen werden, verschwinden nicht, wenn wir die Themen nicht ansprechen, sondern sie existieren weiterhin.

Den ersten Schritt hat die islamische Gemeinde in Röhlinghausen gemacht. Bei den 30 Teilnehmer:innen kam das Thema gut an. Am Ende gab es viel Stoff für Diskussionen.

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