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Ein Nachmittag für Brustkrebspatientinnen

v.l. Elke Röder, Elke Becker von der Patienteninitiative PIA.
v.l. Elke Röder, Elke Becker von der Patienteninitiative PIA. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Die Patientinneninitiative „PIA“ des St. Anna Hospital lud am Dienstag (5.3.2019) Brustkrebspatientinnen zu einem bunten Nachmittag ein. Bei der Veranstaltung drehte sich alles um das Thema Wohlfühlen im eigenen Körper. Die Teilnehmerinnen lernten unterschiedliche Beratungsangebote kennen, um das eigene Selbstwert- und Körpergefühl nach einer Krebsbehandlung zu steigern.

Brustkrebs zählt deutschlandweit zu den häufigsten Krebsformen. Nach der Diagnose beginnt für die Betroffenen eine intensive Zeit ihres Lebens mit vielen Veränderungen. Um die Patientinnen in ihrem Alltag bestmöglich zu unterstützen und zu begleiten, bietet die im Jahr 2006 gegründete Patientinneninitiative PIA unterschiedliche Beratungen und Veranstaltungen an, um Brustkrebspatientinnen zur Seite zu stehen.

Die Angebote an diesem Nachmittag sollten dabei helfen, den Teilnehmerinnen wieder ein positives Körperbild zu vermitteln. „Im Laufe der Behandlung verändert sich das Aussehen der Betroffenen. Viele Patientinnen leiden unter dem Verlust der Kopfhaare, der Augenbrauen und Wimpern sowie Hautirritationen“, erklärt Elke Becker, Vorsitzende der Patientinneninitiative. Daher hatten die Anwesenden die Möglichkeit, an kosmetischen Beratungen teilzunehmen und verschiedene Schminktechniken auszuprobieren. Unter Anleitung lernten die Teilnehmerinnen, wie man mit Augenbrauen- und Wimpernverlust umgeht und mit dem geschickten Einsatz von Schminke die Augenbrauen nachmalen kann. Zusätzlich bot ein Perücken-Studio vor Ort für alle Interessierten eine professionelle Beratung für Zweithaar und Haarersatz an.

Die Diagnose Brustkrebs bringt heutzutage in seltenen Fällen eine teilweise oder vollständige Amputation der Brust mit sich. Trotzdem rundete eine Dessous- und Bademodenschau das Programm ab. Die Patientinnen sahen unter anderem moderne Badeanzüge und Bikinis mit speziell eingenähten Taschen für die Prothesen nach einer Brustoperation. „Ich freue mich, dass die Patientinnen an diesem Nachmittag viele Tipps für ihren Alltag mitnehmen konnten“, so Becker.

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