Katastrophale Mietpreisentwicklung stoppen

Alexander Vogt nimmt Stellung

MdL Alexander Vogt, SPD.
MdL Alexander Vogt, SPD. Foto: SPD

In Nordrhein-Westfalen gibt es zu wenig Wohnraum – und den vorhandenen können sich immer weniger Menschen leisten. Für den Herner Landtagsabgeordneten Alexander Vogt (SPD) ist die Situation auf dem Wohnungsmarkt unhaltbar. Mit einem Aktionsplan will die nordrhein-westfälische SPD-Landtagsfraktion einen sozialen Neustart schaffen.

Während die Mietpreise für wiedervermietete Bestandswohnungen zwischen 2010 und 2018 um 23 Prozent stiegen – für Neubauten sogar um 29 Prozent –, wuchsen die Reallöhne von Arbeitnehmern nur um elf Prozent. „Diese Rechnung geht nicht auf“, kritisiert der Herner SPD-Vorsitzende Alexander Vogt die Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt. „Besonders betroffen sind Haushalte mit geringem Einkommen, die auch in Herne keinen bezahlbaren Wohnraum mehr finden.“

Aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der SPD-Fraktion im Landtag NRW geht hervor, dass 46 Prozent der Menschen in Herne Sorge haben, dass sie sich eine Wohnung oder ein Haus in ihrer Stadt künftig nicht mehr leisten können. „Die Zahl ist alarmierend und höher als im NRW-weiten Durchschnitt“, so Alexander Vogt. „Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist unhaltbar. Bei vielen Menschen herrscht Wohnungsangst.“

Wer mehr als 30 Prozent seines Haushaltseinkommens für Miete, Betriebs- und Heizkosten ausgeben muss, gilt als überlastet. Auch im Ruhrgebiet sind teilweise über die Hälfte der Mieter betroffen. Ein Großteil der Bürger in Herne wünscht sich deshalb eine bessere Unterstützung von der Politik. 85 Prozent fordern in der Umfrage, dass die Landesregierung mehr in bezahlbaren Wohnraum investieren soll.

Mit einem Aktionsplan setzt sich die SPD-Landtagsfraktion dafür ein, dass mehr in den Bau mietpreisgebundener Wohnungen investiert wird, der Mieterschutz ausgeweitet wird und pro Jahr 100.000 neue Wohnungen gebaut werden. "Außerdem wollen wir die Gründung von Wohnungsunternehmen fördern, für die der Mensch statt der Profit im Mittelpunkt steht. Denn es sind vor allem die kommunalen Wohnungsunternehmen und -genossenschaften, die dazu beitragen, dass der Anstieg der Mieten gebremste wird. So kann es uns gelingen, die kathastrophale Mietpreisentwicklung in NRW zu stoppen", erklärt Alexander Vogt.

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