Jobticket für die Herner Verwaltung

Antrag der Grünen

Feinstaub-Messstation an der Recklinghauser Straße. (Archivfoto)
Feinstaub-Messstation an der Recklinghauser Straße. (Archivfoto) Foto: Wolfgang Quickels

„Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, die Grüne Fraktion bittet Sie, den folgenden Antrag in die Tagesordnung der kommenden Ratssitzung am Dienstag, 26. Februar 2019, aufzunehmen.

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem VRR und der HCR unmittelbar Gespräche zur Einführung eines Jobtickets für Mitarbeitende der städtischen Verwaltung und aller städtischen Töchter im Jahr 2019 aufzunehmen. Ziel ist es, dabei ein Angebot zu einem deutlich reduzierten Preis für ein MonatsNahverkehrsticket den Mitarbeitenden zur Verfügung zu stellen. Hierbei ist neben eines rabattierten Preises auch ein Zuschuss seitens der Stadt vorzusehen.

Begründung

Die aktuelle Diskussion um die Überschreitung von Luftschadstoffgrenzwerten und drohende Fahrverbote erfordert, dass die Stadt Herne alle Maßnahmen ergreift, gesundheitsschädliche Verkehrsemissionen zu reduzieren. Hierzu gehören insbesondere Maßnahmen, die die Stadt Herne in ihrer eigenen Kompetenz unmittelbar und schnell ergreifen kann. Dabei kommt der Stadt Herne eine besondere Vorbildfunktion zu. Schon in dem bereits 2013 vom Rat beschlossenen Integrierten Klimaschutzkonzept Stadt Herne wird unter dem Punkt Mob 6. - Mobilitätsmanagement in der Stadtverwaltung – Wir sind Vorbild - die Einführung eines Jobtickets als ein Element eines umfassenden Mobilitätsmanagements genannt, der den bedauerlichen Zustand beheben kann, dass nur ein Bruchteil der öffentlich Beschäftigten den ÖPNV für den Arbeitsweg nutzt. Auch der Masterplan klimafreundliche Mobilität sieht im Schlussbericht vom September 2016 unter den Punkt M2 die Einführung eines Jobtickets als ein Umsetzungspunk für eine klimafreundliche Mobilität vor. Die Erkenntnislage ist daher eindeutig und bereits durch Beschlüsse manifestiert. Leider fehlt es an der aktiven Umsetzung. Die Grenzwertüberschreitungen bei den Stickoxiden zeigen, dass auf diesem Feld schon längst hätte gehandelt werden müssen. Durch die gemeinsame Einführung eines Jobtickets bei der Verwaltung und den städtischen Töchtern kann das im Rahmen des VRR mögliche Rabattpotenzial optimiert werden. Aber erst ein darüber hinausgehender Zuschuss durch die Stadt bzw. die städtischen Töchter setzt das entscheidende Signal für eine Trendwende und schafft ein attraktives Angebot.

Die Vorbereitung für das Jobticket soll dabei gleichzeitig mit einer umfassenden Informationskampagne verbunden werden. Dabei sind HCR und der VRR einzubinden. Mit einem attraktiven Jobticket wird ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz geleistet und gleichzeitig NOXEmissionen vermindert. Die Einführung noch in diesem Jahr würde zeigen, dass die Stadt Herne ihre eigenen Konzepte ernst nimmt und ist ein wichtiger Beitrag, um Gesundheitsgefahren für die Herner Bevölkerung zu reduzieren und die Stadt lebenswerter zu machen." Für die GRÜNE Fraktion Sabine von der Beck

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