Herne-Eickel und zwei Gelsenkirchener Stadtteile betroffen
Herkunft des Trinkwassers ändert sich
Gelsenwasser hatte im August 2025 die sogenannte Wassergrenze in Gelsenkirchen für die Stadtteile Ückendorf und Neustadt umgestellt. Seitdem erhielten diese Stadtteile ebenso wie der überwiegende Teil Gelsenkirchens Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern.
Diese Umstellung wird nun rückgängig gemacht: Ab Mittwoch, 21. Januar 2026 beliefert wieder das Ruhrwasserwerk Essen der Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) die Stadtteile Ückendorf und Neustadt mit Trinkwasser. Die Stadtteile Rotthausen und Feldmark (südlich des Revierparks/Schwarzbach) erhalten bereits dauerhaft Trinkwasser aus Essen.
Eickeler Straße und Magdeburger Straße
Da die Umstellung im Rohrnetz nicht durchgängig genau an den Stadtteilgrenzen möglich war, gilt auch die jetzige Rückumstellung für wenige weitere Anschlüsse : Die Änderung betrifft zusätzlich einige Häuser in Rotthausen (Straße Wiehagen 83a-123) sowie einige Häuser in Herne-Eickel (Eickeler Straße 75-88, Magdeburger Straße 12, 14).
Dagegen waren in Ückendorf einige Straßen von der Umstellung ausgenommen, hatten also sowieso Wasser aus Essen behalten: Filchnerstraße, Halfmannsweg 38-63, Hollandstraße, Hövelmannstraße 3a, 3, 5a, 5, 78 sowie in Neustadt die Straße Wiehagen, Hausnr. 122-128.
Die Umstellungsarbeiten bereitet der Gelsenwasser-Netzbetrieb sorgfältig vor. Trübungen durch gesundheitlich unbedenkliche mineralische Ablagerungen im Trinkwassernetz sind möglich. Wenn Bürger Störungen bemerken, bittet Gelsenwasser, diese unter Telefon 0800 7 9999-10 zu melden.
Infos zur Trinkwasserqualität
Die Trinkwässer aus den Wasserwerken in Haltern und Essen haben beide eine gute Qualität und entsprechen den Vorgaben der Trinkwasserverordnung. Die Wässer können für alle Zwecke im Haushalt verwendet werden – vom Trinken über die Zubereitung von Nahrungsmitteln bis zur Zubereitung von Babynahrung. Gelsenwasser kontrolliert das Trinkwasser täglich und weit umfangreicher, als es die Trinkwasserverordnung vorschreibt.
Bezüglich des Härtegrads gibt es einen Unterschied bei den Trinkwässern: Das Trinkwasser aus dem Ruhrwasserwerk Essen hat den Härtegrad 'weich‘, das Wasser aus dem Wasserwerk Haltern hat den Härtegrad 'mittel‘. Für die Bürger in Ückendorf und Neustadt, die nun wieder Essener Wasser bekommen, ist der Härtegrad also jetzt niedriger.
Das Waschmittel und das Reinigungsmittel für die Spülmaschine sollten entsprechend den Herstellerangaben auf der Packung dosiert werden. Auch die Einstellungen zur Wasserhärte an den Haushaltsgeräten sollten angepasst werden.
Die komplette Trinkwasseranalyse für Wasser aus Haltern und Essen und viele weitere Infos zur Trinkwasserqualität gibt es auf der Gelsenwasser-Website unter diesem Link.
Was ist eine Wassergrenze im Trinkwasser-Rohrnetz?
Innerhalb des im Erdboden verlegten Gelsenwasser-Trinkwassernetzes verläuft eine „Grenzlinie“, entlang der die vorhandenen Armaturen (Schieber, Klappen) geschlossen sind. Diese Linie definiert die Wassergrenze. Südlich dieser Linie wird mit Wasser aus den Ruhr-Wasserwerken (in Gelsenkirchen aus Essen) versorgt, nördlich mit Wasser aus dem Wasserwerk Haltern.
Durch Umstellungen an den Armaturen im Rohrnetz kann die Wassergrenze verändert werden. Dies ist sinnvoll, um z. B. die Auslastung der Wasserwerke und des Trinkwasser-Rohrnetzes effizient zu steuern, Durchflüsse zu optimieren oder eine besondere, längerfristige Baumaßnahme ohne Störung der laufenden Versorgung durchzuführen.