Fakt spendet 100.000 Euro an Adveniat

Fakt AG unterstützt Hilfsprojekt

v.l. Prof. em. Hubert Schulte-Kemper (CEO Fakt AG) Weihbischof em. Franz Vorrath, Bischof Franz-Josef Overbeck, Norbert Boddenberg (CFO Fakt AG), Weihbischof Franz Grave und Stephan Jentgens (Geschäftsführer Adveniat)
v.l. Prof. em. Hubert Schulte-Kemper (CEO Fakt AG) Weihbischof em. Franz Vorrath, Bischof Franz-Josef Overbeck, Norbert Boddenberg (CFO Fakt AG), Weihbischof Franz Grave und Stephan Jentgens (Geschäftsführer Adveniat) Foto: Achim Tiemann FAKT AG

100.000 Euro hat das Essener Immobilien-Unternehmen Fakt AG für das Adveniat-Projekt Talitha Kum in der kolumbianischen Küstenstadt Cartagena gespendet. „Mit Hilfe der Fakt AG kann Adveniat 140 Mädchen aus dem Elendsviertel Afriquita ein friedvolles zu Hause schenken“, sagte der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck während der Scheckübergabe am Montag (30.9.2019). „Das ist dringend notwendig, denn der Alltag der Kinder und Jugendlichen ist von Armut, Gewalt, sexuellen Übergriffen und zerrütteten Familienverhältnissen geprägt“, sagte Overbeck, der das Projekt aus eigener Anschauung kennt. Der Bischof dankte Hubert Schulte-Kemper und Norbert Boddenberg von der Fakt AG, „dass sie den 9 -17-jährigen Mädchen die Chance auf eine bessere Zukunft ermöglichen“. Mit der Spende beweise der Vorstand der Fakt AG seine Sensibilität für die alltäglichen, leider längst schon ‚normalen Skandale in einer zutiefst ungerechten Welt. Bischof Overbeck dankte auch Weihbischof em. Franz Grave, der engagiert für die Unterstützung des Projektes geworben und so die Brücke zwischen dem Essener Immobilien-Unternehmen und dem Lateinamerika-Hilfswerk gebaut hat.

„Die Mädchen leben mit ihren Familien in den ärmlichen Hütten direkt neben der Landebahn des Flughafens der Touristen-Metropole Cartagena. Sie leiden Tag für Tag unter dem Lärm, der Luftverschmutzung und dem Gestank der Flieger, die die Urlauber in ihre luxuriösen Glitzerhotels an den feinen Sandstränden der Karibik bringen“, beschrieb Adveniat-Geschäftsführer Stephan Jentgens die Situation im Elendsviertel Afriquita. Durch Bildungsangebote und psychosoziale Hilfestellungen eröffne das Projekt den Kindern und Jugendlichen Perspektiven, um ihr Leben zu gestalten. „Viele Mädchen haben dort das erste Mal die Möglichkeit, über ihre Traumata, ihre Verletzungen zu sprechen und diese aufzuarbeiten“, sagte Jentgens. Im Rahmen einer Kolumbienreise hatte auch Papst Franziskus 2017 das Hilfsprojekt Talitha Kum besucht.

„Das Adveniat-Projekt Talitha Kum – Hilfe für missbrauchte Mädchen in Cartagena hat uns überzeugt“, sagte Hubert Schulte-Kemper. „Wir sind uns unserer gesellschaftlich-christlichen Verantwortung bewusst und werden das Projekt auch zukünftig weiter unterstützen“, versprach der Vorstandsvorsitzende der Fakt AG. „Es ist auch ein Dankeschön für die 30-jährige Freundschaft mit Weihbischof Grave.“

Adveniat

Adveniat, das Lateinamerika-Hilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland, steht für kirchliches Engagement an den Rändern der Gesellschaft und an der Seite der Armen. Dazu arbeitet Adveniat entschieden in Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Getragen wird das Werk von Hunderttausenden Spenderinnen und Spendern – vor allem auch in der alljährlichen Weihnachtskollekte am 24. und 25. Dezember. Adveniat finanziert sich zu 95 Prozent aus Spenden. Die Hilfe wirkt: Im vergangenen Jahr konnten rund 2.000 Projekte gefördert werden, die mit mehr als 36 Millionen Euro genau dort ansetzen, wo die Hilfe am meisten benötigt wird: an der Basis, direkt bei den Armen.

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