Evangelischer Verbund geplant

Herausforderungen gemeinsam meistern

Evangelisches Krankenhaus Wiescherstraße.
Evangelisches Krankenhaus Wiescherstraße. Foto: Carola Quickels

Das Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid, die Evangelische Krankenhausgemeinschaft Herne / Castrop-Rauxel und die Diakonie Ruhr prüfen, ihre Kräfte zu bündeln und sich gemeinsam stark für den Strukturwandel der Krankenhäuser, die demografische Entwicklung, für die Fachkräftegewinnung und die Digitalisierung aufzustellen.

Die Geschäftsführer Olaf Walter (Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid) Heinz-Werner Bitter und Jens Koch (beide Evangelischer Verbund Ruhr) haben in Abstimmung mit den Aufsichtsgremien langjährige Kooperationsperspektiven intensiviert. Eine gesellschaftsrechtliche Vernetzung der Gesellschaften des Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V. mit dem Evangelischen Verbund Ruhr wird erwogen. Einzelheiten einer solchen Vernetzung werden in den kommenden Wochen und Monaten analysiert und entwickelt.

Die Vorstände des Evangelischen Verbundes Ruhr, Heinz-Werner Bitter (l.) und Jens Koch, blicken nach zehn erfolgreichen Jahren optimistisch in die Zukunft.
Die Vorstände des Evangelischen Verbundes Ruhr, Heinz-Werner Bitter (l.) und Jens Koch. Foto: Jens-Martin Gorny / Diakonie Ruhr

Im Zielbild sollen die Krankenhäuser, die Einrichtungen der Altenhilfe, der Behindertenhilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe der Werke zukünftig in abgestimmter Weise zusammenarbeiten. Damit könnten sich die vielfältigen Leistungsangebote des großen Evangelischen Verbunds auf die gemeinsame Region Bochum, Castrop-Rauxel, Dortmund, Herne, Gelsenkirchen, Lünen, Wattenscheid und Witten in den verschiedensten stationären und ambulanten Angebotsformen erstrecken.

Die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung der Patienten, Klienten und Bewohner wird an den jeweiligen Standorten auch weiterhin auf qualitativ hohem Niveau angeboten. Standortübergreifende Spitzenmedizin wird das medizinische Angebot in qualitativer und quantitativer Hinsicht erweitern.

Das diakonische Profil und die Identität der Einrichtungen sowie die zahlreichen Standorte zu erhalten, ist den Verantwortlichen wichtig. Dazu gehört im Besonderen, die Verbundenheit zu den örtlichen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen, mit den tausenden Haupt- und Ehrenamtlichen, mit vielen Menschen in der Region zu pflegen und weiterzuentwickeln.

Der Evangelische Verbund Ruhr als Zusammenschluss der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel mit der Diakonie Ruhr startete 2011 mit circa 4.700 Mitarbeitenden, heute sind es über 5.400. Gemeinsam mit dem Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid könnte einer der größten Arbeitgeber in der Region mit über 7.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von über 450 Millionen Euro entstehen.

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