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Es liegt was in der Luft: Die drei Darsteller Abenaa Prempeh, Markus Schabbing und William Cooper (v. li.) mit ihrem Luftballon-Kind.

Phantasievolles Spiel ohne Worte

Es liegt was in der Luft

Phantastische Welten in kühler Umgebung: in der gekachelten Kaue der einstigen Zeche Prinz Regent, unter dem Namen Theaterrevier Spielstätte des Jungen Schauspielhauses Bochum, dreht sich, aus einem monströsen Schlauch-Ungetüm befeuert, linkerhand ein aus kleinen Segel-Dreiecken gebildetes Windrad. Wer schon einmal in Südeuropa Urlaub gemacht hat, kennt so ähnliche Gebilde, die zumeist an Brunnen stehen.

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Rechts ein buntes Sammelsurium aus auf den ersten Blick abstrakten Gebilden, die man als Torsi alltäglicher Gegenstände erkennen und im Kopf komplettieren kann. Dazwischen wuseln mit William Cooper, Abenaa Prempeh und Markus Schabbing drei nicht minder merkwürdig kostümierte Schauspieler (und Geräuschemacher) herum: Ziehharmonika-Schläuche auf dem Kopf, den Schultern und um die Hüfte dienen der Luft-Zuführung, wenn einer der Drei zwischendurch schlapp macht.

Für alle ab vier Jahren

„Lasst uns entdecken, wovon wir alle umgeben und erfüllt sind“: In Sue Buckmasters einstündigem Spiel „Es liegt was in der Luft“ für alle ab vier Jahren dreht sich alles um das Thema Luft. In der nach „Die unglaubliche Geschichte des kleinen Roboterjungen“ vor fast genau drei Jahren zweiten Koproduktion mit der Londoner Kinder- und Jugendbühne Theatre-Rites begleitet das Publikum die Hüter der Luft in einem ganz besonderen Garten bei ihrer Arbeit mit Föhn, Luft- und Fußpumpe.

Es liegt was in der Luft: Markus Schabbing, Abenaa Prempeh und William Cooper (v. li.) zähmen das Schlauch-Monstrum.

Und einer riesigen, den schrecklich lauten und dabei auch noch umweltschädigenden Laubbläsern ähnlichen Luftmaschine. Denn die erstaunlichsten Wesen und Gewächse bestehen aus mit Luft gefüllten Ballons. Aber da im Grunde genommen alles aus Luft gemacht ist, können auch die Menschen einmal schlapp machen – und benötigen eine Sauerstoff-Zufuhr über besagte Ziehharmonika-Schläuche.

Während im ersten Teil immer neue skurrile Luft-Skulpturen entstehen, erzählen die drei nun in Puppenspieler verwandelten Darsteller im zweiten eine anrührende, zwischendurch auch einmal kurz erschreckende Geschichte eines Kindes, das sich wie ein Adler hinauf in die Lüfte schwingt, wie ein Wal in die Tiefe des Meeres taucht – oder wie ein Surfer auf den größten Wellen reitet.

Mal furios, mal poetisch

Der Clou dieser Staunen machenden, ‘mal furios, ‘mal poetisch mit Licht- und Schatten-Effekten unterfütterten Choreographie ist, dass sie ohne ein einziges gesprochenes Wort auskommt. Und Groß wie Klein dennoch restlos begeistert.

Seit 1995 kreiert die Londoner Compagnie Theatre-Rites, deren künstlerische Leiterin Sue Buckmaster ist, magisches, visuelles Theater für Kinder und die Erwachsenen, die sie begleiten. Ihre Arbeit findet nicht nur in Großbritannien, sondern international große Beachtung, so bei der Ruhrtriennale und jüngst „Zoes Pecular Journey Through Time“ im Wiener Burgtheater.

Neben dem Bochumer Ensemblemitglied William Cooper und dem Gast Markus Schabbing, beide begeisterten schon im „Kleinen Roboterjungen“, stellt sich mit Abenaa Prempeh ein Neuzugang des Jungen Schauspielhauses vor. Geboren 1994 in Hannover studierte sie Gesang/Musiktheater in Leipzig und Florenz sowie anschließend Gesang im Master an der Universität Mozarteum in Salzburg.

Weitere Familienaufführungen im Theaterrevier

  • Samstag, 18. November 2023, um 14 Uhr sowie 17 Uhr
  • Sonntag, 28. Januar 2024, um 11 Uhr sowie 16 Uhr
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Karten zu 9 Euro können unter schauspielhaus.de geordert werden.

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  • Samstag, 18. November 2023, um 14 Uhr
  • Samstag, 18. November 2023, um 17 Uhr
  • Sonntag, 28. Januar 2024, um 11 Uhr
  • Sonntag, 28. Januar 2024, um 16 Uhr
| Quelle: Pitt Herrmann
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