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Das kleine Gespenst Elli trifft auf dem Jahrmarkt auf eine illustre Monstergemeinschaft.

Actionfilm nach dem gleichnamigen Bilderbuch

Elli – Ungeheuer geheim

Update, Donnerstag (11.7.2024)

Läuft weiter in der Filmwelt Herne und der Schauburg Gelsenkirchen.

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Update, Donnerstag (4.7.2024)

Läuft weiterhin in der Filmwelt Herne, im Capitol Bochum und in der Schauburg Gelsenkirchen.

Der ursprüngliche Text

Das kleine Gespenst Elli (deutsche Stimme: Dalia Schmidt-Foß) ist nicht so wie andere Geister: Statt durch die Wände zu swooshen, nimmt sie lieber die Tür. Und sie möchte auch nicht das Leute-Erschrecken lernen, sondern stattdessen ein lieber Geist sein – und so glücklich wie die sterblichen Menschen. Daher legt sich das verspielte, einhundertelfjährige Geistermädchen auch mit ihrem Onkel Chamberlain (Oliver Kalkofe) an, der als ein Geist der alten Schule, großen Wert auf Disziplin legt und Elli zu einem richtig gruseligen Gespenst ausbilden möchte.

Für Onkel Chamberlain sind Geister das Beste, was es gibt – besser als Menschen und besser als alle anderen Gestalten, die von den Menschen als „Monster“ bekämpft werden. Als er von geheimnisvollen Drohnen entführt worden ist, regt sich Elli fürchterlich auf. Und nun zeigt sich, dass sie auch anders kann: Ihr Wutanfall schießt elektrische Energie in alle Richtungen – und legt sogar die alte Spukvilla in Schutt und Asche.

Suche nach Onkel Chamberlain

Weil ihr bisheriges Zuhause nicht mehr bewohnbar ist und sie trotz allem Onkel Chamberlain vermisst, macht Elli sich auf die Suche nach ihm. Erstes Ziel ist eine alte Geisterbahn auf dem Jahrmarkt, doch ihr Onkel hat sich dort nicht versteckt. Dafür trifft sie auf eine illustre Monstergemeinschaft mit der pelzigen Yeti-Dame Martha, die ihr großes Herz hinter einem eigenwilligen Styling verbirgt, mit dem vegetarischen Vampir Vangrufti (Max Giermann), der großen Wert auf sein Äußeres legt aber Probleme mit seinem Gebiss hat, sowie mit Knarf Frankenstein, einen Einzelgänger, der von einem Wissenschaftler falsch zusammengesetzt worden ist, sodass seine Einzelteile nicht recht zusammenpassen.

Die pelzige Yeti-Dame Martha hat alle lieb.

Begeistert sind die drei nicht über den Zuwachs, zumal sie so Gefahr laufen, die Aufmerksamkeit der Außenwelt auf sich zu ziehen. Und in der sind Monster nicht willkommen! Doch Elli lässt sich nicht so leicht abschütteln. Auf einer abenteuerlichen Flucht vor den aggressiven Drohnies schmieden sie den Plan, die in einem großen Turm eingeschlossenen Monster zu retten und dabei auch Ellis Onkel zu befreien. Ellis Kampf gegen seelenlose Maschinen entspringt auch ihrem Wunsch nach einem Zuhause, nach Geborgenheit in einer Familie. Und die kann man sogar dort finden, wo man gar nicht gesucht hat…

Nach dem Bilderbuch von Klaus Baumgart

„Elli - Ungeheuer geheim“ basiert auf dem gleichnamigen Bilderbuch von Klaus Baumgart, das 2008 im Baumhaus Verlag erschienen und nun vom 360 Grad Verlag neu veröffentlicht worden ist. Die Vorlage hat freilich nichts gemein mit der eher gruseligen Dystopie einer Hightech-Stadt, die Produzentin Lilian Klages, ausgebildete Stadtplanerin und Soziologin, im Presseheft als „aufregende und faszinierende Vision des Lebens in einer Stadt von morgen“ bezeichnet. Wie sich auch die Filmfiguren deutlich von Kaus Baumgarts Buchillustrationen abheben. Zielgruppe der Leinwandadaption von Piet de Rycker, Jesper und Jens Møller sind Kindergarten-Kinder, Erst- und Zweitklässler sowie Familien. Für eher zart besaitete Gemüter empfehle ich das Buch, der Action-Film mit einer kleinen Maus als einzigem (animierten) Lebewesen ist optisch und akustisch sehr laut.

Klaus Baumgart ist mit mehr als 13 Millionen verkauften Büchern international einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. 1999 wurde er als erster deutscher Autor für den englischen Children’s Book Award nominiert. Zu seinen erfolgreichsten Büchern zählen die „Lauras Stern“- Bücher, „Tobi, der kleine grüne Drache“, „Die kleine Traummischerin“ sowie „Elli – Ungeheuer Geheim“.

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Der Belgier Piet de Rycker und der Däne Jesper Møller verbindet eine langjährige Freundschaft. Piet de Rycker war als Drehbuchautor und Regisseur verantwortlich für erfolgreiche Animations-Filme wie „Lauras Stern“ und „Der kleine Eisbär“, Jesper Møller führte Regie u.a. bei „Asterix und die Wikinger“ und den beiden „Mullewapp“-Filmen. Der 97-minütige Animationsfilm ist am 27. April 2024 beim Int. Trickfilm-Festival (ITFS) Stuttgart uraufgeführt worden und startet am 27. Juni 2024 in den Kinos. Bei uns zu sehen u.a. in der Filmwelt Herne sowie in den beiden Bochumer Kinos Capitol und Union.

Dienstag, 25. Juni 2024 | Autor: Pitt Herrmann