Spatenstich für Mixed-Use-Neubauimmobilie
E-Gruppe errichtet 'H3' an der Breddestraße
Es regnete in Strömen als sich die Akteure der E-Gruppe und der Stadt Herne am Dienstag (12.5.2026) zum Spatenstich für die Mixed-Use-Neubauimmobilie an der Breddestraße trafen. So sehr, dass Gernot Engler, Senior-Chef der E-Gruppe scherzhaft von einer Taufe statt eines Spatenstichs fürs Projekt sprach.
Dirttes Projekt der E-Gruppe in der Innenstadt
Der Name für die Neubauimmobilie steht schon fest - H3 - für das dritte realisierte Projekt in der Herner Innenstadt (halloherne berichtete). Auf der 1.450 Quadratmeter großen Grundstücksfläche am ehemaligen Standort der Elsässer Stuben sowie dem angrenzenden Grundstück an der Breddestraße sollen 2.550 Quadratmeter Wohnfläche entstehen.
Beim Neubau soll es sich um eine Mischung aus Wohnbebauung, Gewerbeflächen und einer Kita handeln. 10 Millionen Euro sollen in das H3 fließen. Insgesamt sei geplant, dass drei Wohnungen mit jeweils 100 Quadratmetern entstehen.
Wohn- und Gewerbeflächen sowie eine Kita
Die geplante Kita liegt nur ein paar Meter entfernt von der ebenfalls von der E-Gruppe errichteten Kita Europagarten im gleichnamigen Gebäude am Europaplatz (halloherne berichtete). Dass dies nicht im Widerspruch stehe, machen die Akteure mit der weiterhin hohen Zahl an Nachfragen für Kitaplätze in Herne deutlich. Aktuell sei man noch mit Trägern für die neue Einrichtung im Gespräch.
Fest stehe allerdings, dass sie ebenfalls im ersten und zweiten Obergeschoss des Neubaus angesiedelt werde, mit einem Außenbereich zum Spielen für die Kinder. Der Rest der Gebäudefläche werde für Büroräume und weitere Gewerbemöglichkeiten vermietet. „Uns ist es wichtig das Gebäude weiterhin in Bestand zu haben und langfristig Eigentümer zu bleiben“, macht Gernot Engler, Senior-Chef der E-Gruppe deutlich.
Drogen sowie Trinker-Szene ein Problem
Die Drogen- sowie Trinker-Szene, die sich am Europaplatz angesiedelt habe, sieht Engler als problematisch an. Diese Einschätzung teile er mit OB Dr. Frank Dudda. Jedoch macht dieser deutlich, dass momentan die Handlungsmöglichkeiten für den kommunalen Ordnungsdienst noch eingeschränkt seien.
Er hoffe, dass sich dies mit dem geplanten Gesetz der Landesregierung NRWs zu einer umfassenden Neuregelung des Ordnungsbehördengesetzes ändere. In diesem sei vorgesehen, dass der KOD mehr Befugnisse bekomme, wie unter anderem das Verhängen von Aufenthaltsverboten an öffentlichen Plätzen von bis zu drei Monaten.
H3 als Ausrufezeichen für die Innenstadt
Das neu geplante Gebäude hingegen sieht Dudda als Ausrufezeichen für die Innenstadt an, das sich nahtlos in die Strategie zur Aufwertung der Stadt auch durch die Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung (HSPV) am Funkenbergquartier und die neue Feuerwache einfüge. „Die E-Gruppe bekennt sich zur Innenstadt – das ist ein positives Signal“, sagt der OB.
Fertiggestellt werden soll das H3 im zweiten Quartal 2028. Bis dahin kann es also fließend mit den Plänen zum Hochschulstandort Herne verknüpft werden.