Arbeiten sollen das Wahrzeichen für die nächsten Jahre schützen
Cranger Tor erfolgreich saniert
Das Cranger Tor, das Wahrzeichen der Kirmes, erstrahlt wieder in einem neuen Glanz. Es wurde Ende April 2026 und die Arbeiten wurden am Mittwoch (6.5.2026) vorgestellt. Somit wird es passend zur diesjährigen Kirmes, die am Freitag, 7. August 2026, offiziell mit „The BossHoss“ als musikalischem Stargast im Festzelt eröffnet wird (halloherne berichtete), für die vielen Besucher wieder zum Blickfang.
Oberflächliche Schäden haben eine Instandsetzung nötig gemacht, um die Bausubstanz langfristig zu erhalten. Den entsprechenden Beschluss dazu hatte die Bezirksvertretung Wanne nach der vergangenen Kirmes gefasst. „Zunächst wurde das Tor bis auf die Grundschicht sandgestrahlt. Dabei traten Beschädigungen zu Tage, sodass mit einer Schleifmaschine und schließlich in Handarbeit mit Schleifpapier weitergearbeitet wurde“, berichtet Eduard Belker, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung von der erfolgreichen Sanierung.
Lackierung mit Spezialfarbe
Anschließend sei eine neue Lackierung mit Spezialfarbe erfolgt, die das Tor die nächsten 20 Jahre vor Witterungseinflüssen schützen soll. „Alle Details, die das beliebte Wahrzeichen ausmachen, sind erhalten geblieben, die Patina an den Kunstschmiedearbeiten ist normal und so gewollt“, erläutert Belker.
Ausgeführt hat die Arbeiten das Team vom Malerbetrieb Boginski aus Herne um Inhaber Emanuel Claudio Villani. Durch das gute Wetter Ende April blieben die Mitarbeiter in der angepeilten Zeit von Montag (20.4.2026) bis Mittwoch (29.4.2026).
Tor-Durchfahrt hat eine große Bedeutung
„Durch ein Tor zu fahren, hat für viele Schausteller eine große Bedeutung, weil sie dahinter ihr Geschäft aufbauen“, weiß Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla. Daher war es damals auch keine Überraschung, als das erste Cranger Tor ein Geschenk des Schaustellers Ludwig Kallenkoot an die Cranger Kirmes war. Es wurde am 2. August 1978 eingeweiht. Der damals 50-jährige Schausteller war zur Aufstellung des Ur-Cranger-Tors genau 20 Jahre mit seinem Riesenrad vertreten.
Das in seiner Ursprungsform noch schlichte Tor wurde ab 1990 durch die Firma Costaras verziert - deshalb ist unter der jährlich wechselnden Zahl der Kirmes dauerhaft die Jahreszahl 1990 zu sehen. „Schlossermeister Constantin Costaras und sein Sohn Elias Michel haben die Kunstschmiedearbeiten in Form von Rankenornamenten mit Blumen und Drachen als Fahnenhalter gestaltet“, schildert Dr. Burbulla. Weitere Details sind zwei Karussells und zwei Vogelnester mit einem Vogel, der seinen Nachwuchs füttert. Auch das bekannte Pferd aus dem Stadtwappen taucht mehrfach auf.
Lkw beschädigt 2010 das 'alte' Cranger Tor
Einen Schreckmoment gab es fast auf den Tag genau 32 Jahre nach dem Start, am 1. August 2010. Damals beschädigte ein Lkw mit seinem Kran während des Aufbaus das Tor. Am 8. Juni 2011 wurde schließlich die heutige Version aufgestellt, die deutlich stabiler ist. Ein nicht ganz ernst gemeinter Kommentar dazu: „Ein Lkw würde mittlerweile daran scheitern.“
Die einzelnen Stahlteile sind mit rund 1.700 Schrauben miteinander verschraubt. Die Durchfahrthöhe beträgt rund fünf Meter, die Breite liegt bei 9,40 Metern. Insgesamt bringt das Tor 4,5 Tonnen auf die Waage und hat nun einen frischen Anstrich. Die Kunstverzierungen wurden übrigens nicht erneuert, da sie unter das Urheberrecht des Künstlers fallen.
Die Zahlen am Cranger Tor
Bis 2018 wurde am Cranger Tor eine Zählweise fortgeschrieben, die willkürlich in der Zeit des Nationalsozialismus gewählt worden war, um im Jahr 1935 das 500. Volksfest auf Crange zu feiern. Seit 2019 ist der neue zeitlicher Ankerpunkt das Jahr 1484, in dem die Freiheit Crange mit impliziertem Marktrecht erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Dieses Jahr bildet das kräftigste symbolische Ausgangsdatum für die Zählung der Jahre des Bestehens der Cranger Kirmes.
2026 wird daher die Zahl 542 am Cranger Tor zu sehen sein, bei der sich wieder viele Attraktionen auf dem Kirmesplatz vereinen, darunter sind auch einige Neuheiten (halloherne berichtete). Der Wechsel der Zahl erfolgt während des Aufbaus einige Tage vor Beginn der Kirmes.