Die fünfte Audiotour führt durch Teutoburgia

„Hömma Herne!“

Stellten die 5. Audiotour 'Hömma Herne!' vor: v.l. Ernst Balik (BI Teutoburgia), Christof Schläger (Klangkünstler), Astrid Jordan (Stadtmarketing), Gesa Hagen (Geschichtsgruppe „Die Vier!“), Alina Gränitz (Stadtarchiv) .
(v.l.) Ernst Balik, Christof Schläger, Astrid Jordan, Gesa Hagen und Alina Gränitz vor dem Förderturm Teutoburgia. Foto: Carola Quickels

... und sie haben es wieder getan: Das Stadtmarketing hat in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und mit der Geschichtsgruppe „Die Vier!“ den nächsten Audiorundgang entwickelt. Es ist die fünfte Tour die angeboten wird, die nicht nur Touristen, sondern auch interessierte „Eingeborene“, in und durch die denkmalgeschützte grüne Siedlung Teutoburgia mit ihrem Kunstwald führt. Am Mittwoch (21.7.2021) stellten Projektleiterin Astrid Jordan und Dr. Alexander Christian vom Stadtmarketing die neue Tour in der Maschinenhalle Teutoburgia vor.

Unterstützung holten sich die 'Hömma-Macher' auch von dem international bekannten Klangkünstler Christof Schläger, der seit Jahren in der altehrwürdigen Maschinenhalle lebt und arbeitet, und von Ernst Balik, der Mitglied der Bürgerinitiative Teutoburgia ist. Beide standen mit ihrem Wissen über die Siedlung Teutoburgia den Machern zur Seite. Ebenso wurde der Pfarrer der Emmaus Kirchengemeinde, Stefan Grote, ins Boot geholt, der auch gleich den Text der ersten Station 'Emmaus Kirche' eingesprochen hat.

Klangkonzert Nr 378 in der Maschinenhalle Teutoburgia.
Klangkonzert Nr 378 in der Maschinenhalle Teutoburgia. Foto: Carola Quickels

Die fünfte Tour, die durch „die wahrscheinlich schönste Gartenstadt für Malocher“ führt, besteht aus neun Audiodateien, die die Zuhörer zu den unterschiedlichsten Stationen führen. Astrid Jordan ist überzeugt, dass auch diese Tour bei den Menschen gut ankommen wird. „Schließlich ist diese Siedlung eines der beliebtesten touristischen Ziele von Herne. Dazu ist sie ein Teil der Route der Industriekultur, ein Aushängeschild der Industriekultur schlechthin“, schwärmt sie. „Kein Wunder also, dass die malerische Siedlung schon mehrfach als Filmkulisse diente.“

Teil einer Filmkulisse

So wurden hier zum Beispiel auch Teile der Filme „Die Vampirschwestern“ gedreht. Davon handelt die vierte Station 'Das Haus der Vampirschwestern'.

Wer sich auf die Tour einlässt, der erfährt etwas über die Stadt- und Bergbaugeschichte und über die Kunst, die hier beheimatet ist. Aber es gibt auch Anekdoten und jede Menge Interessantes zum gelebten Strukturwandel zu hören. Zudem geht es an Station fünf durch den Kunstwald Teutoburgia mit seinen unterschiedlichsten Klangobjekten, die Christof Schläger erschaffen hat und an der sechsten Station bekommt man Kostproben seiner Klangmaschinen, die in der Maschinenhalle beheimatet sind.

Zechen-Siedlung Teutoburgia.
Zechen-Siedlung Teutoburgia. Foto: Wolfgang Quickels

Die Menschen erfahren auch, dass es hier im Stadtteil einst eine Burg gab - die Schadeburg. Wie daraus die Emmaus Kirche entstand, das gibt es gleich an der ersten Station für die Wissbegierigen auf die Ohren. Alina Gränitz vom Stadtarchiv weiß außerdem zu berichten, dass die Zeche Teutoburgia, die Zeche mit der kürzesten Lebensdauer war - hier wurde nur 14 Jahre lang gefördert. Zudem sollen hier die Menschen aus den Masuren mit falschen Versprechungen nach Herne gelockt geworden sein.

Verschiedene Vorleser

Gelesen werden die einzelnen Geschichten von Alina Gränitz vom Stadtarchiv, Gesa Hagen von der Geschichtsgruppe „Die Vier!“, von Dr. Alexander Christian vom Stadtmarketing und von Pfarrer Stefan Grote von der Evangelischen Emmaus-Kirchengemeinde.

Kunstwald-Park Teutoburgia.
Der riesige Garten-Mensch im Kunstwald-Park Teutoburgia. Foto: Wolfgang Quickels

Entstanden ist das Projekt „Hömma Herne!“ aus den vielen Corona-bedingten Absagen der geführten Stadttouren. Jeder kann sich das digitale Tour-Format komplett auf sein Handy laden oder die einzelnen Stationen direkt von der Homepage des Stadtmarketings anhören und währenddessen die Siedlung auf eigene Faust erkunden - zeitlich völlig ungebunden.

Dazu kann man sich die Karte im Ticketshop des Stadtmarketings abholen, muss man aber nicht. Denn es funktioniert auch ohne Karte, da der Weg auf der Audio-Datei exakt beschrieben wird. Rund eineinhalb Stunden sollte man für die Tour einplanen. Das alles ist kostenfrei.

Rundgang Teutoburgia

Wem die Audiotouren nicht ausreichen und wer noch mehr über Teutoburgia erfahren möchte, der sollte sich den Freitag, 10. September 2021, schon einmal im Kalender anstreichen. Dann gibt es wieder eine Führung mit dem Stadtarchivar Jürgen Hagen: 'Rundgang Teutoburgia - Maloche, Kunst, Kultur und Wohnen'. Zur Anmeldung oder per Tel 02323 / 919 05 - 14.

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