Der Weihnachtsroboter

HipHop-Tanztheater für die ganze Familie

Claudio Schulz-Keune, Valentina Samsonow und Souhail Jalti.
Claudio Schulz-Keune, Valentina Samsonow und Souhail Jalti. Foto: Pitt Herrmann

Mit dem Weihnachtsroboter bringt der Herner Pottporus sein erstes Tanztheaterstück für Kinder (ab vier Jahre) auf die Bühne, an dem garantiert auch Erwachsene ihre Freude haben werden. Denn mit wenigen Worten und viel Bewegung erzählt die Tanzkompagnie Renegade eine rasante Geschichte rund um ein Hochhaus an der Emscherstraße – nach einer Idee des Pottporus-Geschäftsführers und künstlerischen Leiters Zekai Fenerci.

Weihnachten steht vor der Tür. Aber in diesem Jahr ist alles anders, denn der langjährige Hausmeister Kalle Gutowski (Claudio Schulz-Keune) ist in den Ruhestand gegangen. Bisher hat er immer die große Weihnachtsfeier für alle Mieter organisiert, also auch für die, welche gar keine Christen sind, aber natürlich genauso gerne in Gemeinschaft feiern. Dafür hat Kalle die Weihnachtsgeschichte so erzählt, dass sie für alle verständlich ist.

Der ehemalige Bergmann und alleinerziehende Vater Ülkü Öztürk (Souhail Jalti), der mit seiner hiphop-tanzbegeisterten Tochter Yasemin (Valentina Samsonow) in das Hochhaus an der Emscherstraße eingezogen ist, hat sich zum Facility Manager umschulen lassen und übernimmt nun die Aufgaben von Kalle Gutowski. Also kaputte Glühbirnen wechseln, die Mülltonnen vorne an den Straßenrand stellen, im Sommer die Blumen gießen und im Winter Schnee schippen. Doch da steht noch etwas in der Mappe, die sein Vorgänger im Hausmeister-Amt für ihn hinterlegt hat: Er soll die jährlich zu Weihnachten stattfindende Feier aller Mieter organisieren.

Ülkü Öztürk ist ratlos, denn von einer solchen Aufgabe hat er keinen Schimmer. „Yasemin, du organisierst die Weihnachtsfeier, yallah!“ Dazu hat die Tochter weder Lust noch Zeit, denn in gerade mal einer Woche steht ein großer Tanzwettbewerb an, bei dem sie mit ihrer HipHop-Crew reüssieren will. Also fix das Smartphone gezückt und die Suchmaschine befragt: „Weihnachtsfeier Hilfe?!“ Die Algorithmen laufen heiß, dann ein Treffer: der Weihnachtsroboter! Ein Klick – und schon hat Yasemin den Profi namens Ritu (ebenfalls Souhail Jalti) bestellt…

Der Herner Schauspieler und (Drehbuch-) Autor Till Beckmann hat das HipHop-Tanztheater-Stück über Feste, Rituale und gesellschaftlichen Zusammenhalt mit verhältnismäßig wenigen Worten geschrieben und Jennifer Ewert es mit viel Bewegung inszeniert - für die, die Weihnachten feiern und die, die es nicht feiern. Also für uns alle. Auf der Bühne der Flottmannhallen drei gestandene Profis, die ihr Herner Debut geben: der Kölner Schauspieler Claudio Schulz-Keune, der auch in die Erzählerfigur schlüpft, die Dortmunder Tänzerin Valentina Samsonow, die als Yasemin das identitätsstiftende Zentrum der rund einstündigen Aufführungen besonders für das junge Publikum bildet, sowie der Essener Tänzer Souhail Jalti. Für die Sprech-Rollen der Hochhausbewohner konnten prominente Schauspieler wie Obel, Lina Beckmann und Charly Hübner gewonnen werden.

Premiere ist am Sonntag, 1. Dezember 2019, um 15 Uhr in den Flottmannhallen Herne. Eine zweite Familienvorstellung beginnt am Mittwoch, 4. Dezember 2019, um 17 Uhr an der Straße des Bohrhammers 5. Die beiden Schulvorstellungen am 2. und 3. Dezember 2019 sind dagegen bereits ausverkauft. Karten kosten einheitlich 8,50 Euro, Reservierungen über info@pottporus.de

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Sonntag, 01. Dezember 2019, um 15 Uhr Flottmann Hallen Herne , Straße des Bohrhammers 5 , 44625 Herne Karten kosten einheitlich 8,50 Euro, Reservierungen über .

Weitere Termine:

  • Mittwoch, 04. Dezember 2019, um 17 Uhr
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