Corona-Sonderzahlung für die Ärmsten

Stellungnahme

Zwei Masken zum Schutz vor dem Corona-Virus liegen auf einem Tisch. Aufnahme in Herne (NW), vom Mittwoch (21.04.2020).
Masken zum Schutz vor dem Corona-Virus sind Mehrausgaben, die viele Menschen nicht leisten können. Foto: Stefan Kuhn

Christiane Tenbensel, sozialpolitische Sprecherin von DIE LINKE NRW, fordert: „Besonders für die Empfänger von Grundsicherung ist die Corona-Pandemie eine Katastrophe. Es gelingt den Menschen in dieser Situation nur schwer, sich finanziell über Wasser zu halten. Um soziale Härten in der Pandemie etwas abzumildern, ist eine Sonderzahlung für die Ärmsten dringend notwendig.

Finanziell benachteiligte Menschen wie Hartz-IV-Bezieher, Geringverdiener sowie Alleinerziehende sind besonders stark von Einkommensrückgängen und coronabedingten Mehrausgaben - wie dem Kauf von Desinfektionsmitteln und Mund-Nase-Schutzmasken - betroffen. Dass Jobcenter die Übernahme für diese Mehrkosten ablehnen, ist nicht hinnehmbar. Der Hinweis, man könne die Masken aus Stoffresten selbst herstellen, ist eine Unverschämtheit. Des Weiteren sind Leiharbeitende, Minijobber sowie anderweitig prekär Beschäftige am häufigsten von Jobverlust bedroht und betroffen."

Deshalb fordert die LINKE NRW

  • die Absicherung dieser Menschen mit einem Corona-Zuschlag von mindestens 100 Euro pro Monat für die gesamte Pandemiezeit,
  • mindestens 100 Euro pro Monat für die gesamte Pandemiezeit,
  • Kinder- und Jugendarbeit muss auch in Krisenzeiten mit Angeboten erreichbar sein, um insbesondere Kinder aus schwierigen Elternhäusern aufzufangen,
  • Kündigungen von Mietverträgen aufgrund von pandemiebedingten Mietschulden müssen verhindert werden.

„Es ist nicht nur dringend notwendig, die Reichen und Superreichen zu einer solidarischen Corona-Abgabe zu verpflichten, ebenso notwendig ist es, auch die Ärmsten durch einen Zusatzbonus zu entlasten", so Christiane Tenbensel abschließend.

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