Behandlungsmethoden bei Arthrose

Experten informierten über 400 Teilnehmer über aktuelle Diagnose- und Therapiekonzepte in der Behandlung von Arthrose.
Experten informierten über 400 Teilnehmer über aktuelle Diagnose- und Therapiekonzepte in der Behandlung von Arthrose. Foto: St. Elisabeth Gruppe

Arthrose gehört deutschlandweit zu den häufigsten Erkrankungen. Bisher gibt es keine Behandlung, die einen geschädigten Knorpel wiederherstellen kann. Betroffene können jedoch von einer engen Zusammenarbeit der behandelnden Spezialisten profitieren. Am Mittwoch (27. 11.2019) stand im St. Anna Hospital Herne die Behandlung von Arthrose auf der Tagesordnung.

Am häufigsten tritt Arthrose im Knie oder in der Hüfte auf, aber auch Schulter, Wirbelsäule, Finger- und Zehengelenke sowie Sprunggelenke können betroffen sein. Unbehandelt kann der Gelenkverschleiß voranschreiten und mit der Zeit von eingeschränkter Beweglichkeit bis hin zur schmerzhaften Immobilität führen. Im Rahmen der Fortbildung gaben die Herner Spezialisten einen Überblick über die Entstehung und die Risikofaktoren des Gelenkverschleißes.

Dabei zeigten sie physiotherapeutische Präventionsmaßnahmen auf, um das Gelenk zu entlasten und den Verschleiß der Gelenke zu verzögern. Darüber hinaus wurden Basistherapien in der Schmerzbehandlung vorgestellt. „Ziel der Behandlung ist, die Schmerzen zu verringern, die Beweglichkeit zu erhalten und den Verschleiß zu verlangsamen. Um den Patienten die bestmögliche Behandlung anzubieten, spielt die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physiotherapeuten und Ärzten eine bedeutende Rolle“, so Maren Dietrich, Gesamtleitung des Zentrum für Prävention, Therapie, Rehabilitation und sportmedizinische Diagnostik der St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein-Ruhr.

Wenn konservative Maßnahmen wie Physiotherapie und medikamentöse Therapie die Beschwerden nicht mehr ausreichend lindern, kann das zerstörte Gelenk durch eine Endoprothese ersetzt werden. Je nachdem welche Gelenke betroffen sind, werden passende, auf den Patienten abgestimmte Endoprothesen eingesetzt. Vor diesem Hintergrund stellten die orthopädischen Experten effektive Untersuchungstechniken und Behandlungsschemata vor.

Neben aktuellen Therapieansätzen in der Schulter- und Knieendoprothetik wurden die Vorteile endoskopischer Operationstechniken in der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen erläutert. „Minimalinvasive Eingriffe bringen gegenüber offenen Operationen erhebliche Vorteile wie zum Beispiel ein geringeres Muskeltrauma durch den kleineren Schnitt“, erläutert Priv.-Doz. Dr. Sebastian Rütten, Direktor des Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie.

Im Anschluss an die Vorträge nutzten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit den Referenten bei einer Diskussionsrunde ins Gespräch zu kommen. „Das große Interesse an unseren Fortbildungsveranstaltungen zeigt, wie wichtig es für die behandelnden Spezialisten ist, sich regelmäßig über neue Behandlungsmethoden zu informieren“, so Rütten.

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