'Aus der Krise lernen'

Grüne Jugend befragt junge Herner

Die Grüne Jugend Herne; v.l. Fabian May (Sprecher), Marvin Müller (Kasse), Anna Schwabe (Sprecherin) und Justus Lichau (Beisitz).
Die Grüne Jugend Herne; v.l. Fabian May (Sprecher), Marvin Müller (Kasse), Anna Schwabe (Sprecherin) und Justus Lichau (Beisitz). Foto: Grüne Jugend Herne

Die Grüne Jugend Herne hat junge Menschen dazu aufgerufen, ihre Gedanken rund um Konsequenzen, Folgen und Sofortmaßnahmen in der Corona-Krise zu teilen. Dies teilten die Verantwortlichen am Mittwoch (22.4.2020) mit. Viele Menschen aus Herne seien diesem Aufruf gefolgt.

Mit dem Input will die Grüne Jugend einen Forderungskatalog aufstellen, der sowohl parteiintern als auch der Politik und Gesellschaft insgesamt als Kompass für den Weg nach der Krise dienen soll. Diese Liste soll als eine Anregung verstanden werden, dass jeder sich Gedanken macht, was die Zeit der Corona-Kontaktsperre bewusst gemacht hat – sie kann daher auf keinen Fall abschließend sein.

Geforderte Sofortmaßnahmen in der Krise

  • Die Öffnung der Schulen so langsam wie möglich und nur im Einklang mit Eltern, Lehrern, Schulleitungen, Verwaltungen und vor allem Schülern vollziehen.
  • Auf die gemeinsamen Hygiene-Empfehlungen der KMK in der abschließenden Fassung warten und keine Alleingänge wagen.
  • Den Schülern freistellen, ob sie einen Abschluss anhand ihrer bisherigen Ergebnisse oder freiwillige Verbesserungs-Prüfungen machen wollen.
  • Frauenhäuser besser finanziell ausstatten.
  • Psychologische Hilfstelefone bewerben.
  • die Tafeln bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen - Coronapause ist keine Pause für die Menschlichkeit.
  • Flüchtlingen in überfüllten Lagern auch in Herne einen sicheren Hafen bieten.
  • Einen Coronabonus von 1500 Euro für alle Beschäftigten in der Pflege und dem Gesundheitssektor.
  • Kurzarbeitergeld bei Geringverdienern auf 90 Prozent hoch, bei höherem Verdienst schrittweise weniger Erhöhung.
  • Die Atempause für die Umwelt nicht verspielen. Die Klima-Krise rollt noch immer auf uns zu, daran ändert auch Corona nichts.
  • Die notwendigen digitalen Plattformen in den Schulen schaffen (zum Beispiel edudip, moodle, blizz, sdui, Microsoft Teams), verantwortlich ist dafür der Schulträger, nicht die Schule.
  • Es muss aber sichergestellt werden, dass alle Schüler mit den erforderlichen Endgeräten (zum Beispiel Laptop oder Tablet) ausgestattet sind, damit alle chancen-gerecht teilnehmen können.
  • Individuelles Lernen und jahrgangs-übergreifendes Lernen (über Lernplanarbeit) weiter verbreiten, um besser auf Krisen vorbereitet zu sein.
  • Die grundlegenden Entscheidungen, die kommen werden, für eine nachhaltige Infrastruktur nutzen.
  • Die Debatte über ein gesichertes Grundeinkommen sollte auch im Hinblick auf Krisenfälle neu geführt werden, wir wollen den Menschen die Sorgen nehmen.
  • Mit der Gesundheit anderer Menschen soll niemand reich werden, das System soll nach menschlichen und nicht nach wirtschaftlichen Prinzipien geführt werden.
  • Pflegepersonal und medizinisches Fachpersonal ist auch außerhalb von Krisen system-relevant - sie sollten entsprechend bezahlt, zeitlich entlastet und in Krisenzeiten wie Corona ausreichend geschützt werden - auch damit langfristig das Berufsfeld attraktiver und so der Pflegekräftemangel bekämpft werden kann.

Die Grüne Jugend ist auf allen sozialen Kanälen und unter jugend@gruene-herne.de für Feedback jeglicher Art erreichbar.

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