Punktgewinn nach turbulenten Tagen
Auf und Ab für den HEV
Eishockey. Für den HEV war das vergangene Wochenende ein wahres Auf und Ab der Gefühle. Am Freitag (16.1.2026) musste das Spiel gegen die Tilburg Trappers abgebrochen werden, die Partie wurde anschließend für die Trappers gewertet. Gegen die Herforder Ice Dragons fand man nie so richtig ins Spiel und verlor folgerichtig mit 2:6. Auch gegen die Saale Bulls aus Halle sah es im ersten Drittel nicht gut aus. Doch mit einer kämpferischen Aufholjagd, von 0:3 auf 3:3, sicherten sich die Miners immerhin noch einen Punkt nach verlorener Verlängerung und können nun zu mindestens positiv auf die kommenden Spiele blicken.
Herforder EV – Herner EV, 18.01.2026:
Herne startete am Sonntag (18.1.2026) erneut gut in die Partie. Wie so häufig in den vergangenen Spielen scheiterten die Miners jedoch an ihrer Chancenverwertung. Auf der anderen Seite war es dann ein Schuss aus dem Nichts, der Herford in Führung brachte: Timo Sticha zog einfach mal ab und traf in der 8. Spielminute mit einem satten Schuss in den Winkel zum 1:0. Zwar gelang Herne noch im ersten Drittel der Ausgleich durch Brad Snetsinger, doch 44 Sekunden vor der Pause sorgte Ryley Lindgren mit seinem Treffer für die erneute Führung der Ice Dragons.
Im zweiten Drittel übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Kontrolle, während Herne sich nur noch selten aus dem eigenen Drittel befreien konnte. Erneut war Lindgren beteiligt, als er einen Schuss aus dem Slot abgab, den Jackson Pierson im Nachschuss unbedrängt zum 3:1 verwertete. In der 34. Minute erhöhte Philipp Woltmann auf 4:1 – und auch hier war Lindgren beteiligt. Kurz vor der Drittelpause zeigte Förderlizenzspieler David Galfinger noch seine Kaltschnäuzigkeit und verkürzte, auf Vorlage von Dennis Palka, mit der Rückhand über Herford-Goalie Jakub Urbisch zum 4:2. Am Ende des zweiten Drittels kassierte Brad Snetsinger jedoch noch eine Strafzeit.
Zu Beginn des Schlussabschnitts nutzten die Ice Dragons die daraus resultierende Überzahlsituation direkt: Auf Vorlage von Köhler erzielte Pierson in der 41. Minute seinen zweiten Treffer des Abends und stellte auf 5:2. Rund drei Minuten vor dem Ende traf schließlich noch einmal Woltmann ins leere Tor und besiegelte mit dem Empty-Netter den 6:2-Endstand.
Tore
- 1:0 [07:53] T. Sticha (Pierson/Moberg)
- 1:1 [17:13] Snetsinger (Munichiello)
- 2:1 [19:16] Lindgren (T. Sticha/ Woltmann)
- 3:1 [24:03] Pierson (Woltmann/Lindgren)
- 4:1 [33:59] Woltmann (Lindgren/Moberg)
- 4:2 [37:30] Galfinger (Palka)
- 5:2 [40:33] Pierson (Köhler/T. Sticha) PP1
- 6:2 [56:51] Woltmann (Moberg/Lindgren) EN
Strafen: 8 - 14. Zuschauer: 1029.
Saale Bulls Halle – Herner EV, 20.01.2026
Nach Blitzstart am Dienstag (20.1.2026) und drückender Dominanz der Bulls im ersten Drittel kämpfte Herne sich aufopferungsvoll, von 3:0 auf 3:3, zurück und zwang die Hallenser somit in die Verlängerung. Dort mussten sich die Miners jedoch geschlagen geben. Nur in Herne wird es in dieser Saison wohl einen schnelleren Treffer, durch Marc Hofmann, im Spiel gegen die Hannover Scorpions gegeben haben, als in diesem Spiel zwischen Herne und Halle. Bereits nach 12 Sekunden – in Herne waren es 7 Sekunden – setzte sich nämlich Ex-Herner Tomi Wilenius gegen Nicklas Müller über die Außenbahn durch und legte clever auf Adam Domogalla quer, der zum 1:0 für Halle einnetzte. In Spielminute 3 schoss Akerman von der blauen Linie auf das Tor. Vor dem Tor war dabei viel Verkehr, wodurch der Puck abgefälscht wurde und im Gehäuse von HEV-Goalie Döge landete. Sogar das 3:0 legten die Bulls noch nach: Nach einem Schuss von Akerman lag die Scheibe frei im Torraum, Elvis Biezais nutzte das aus und erzielte den dritten Treffer der Bulls.
Doch auch Herne trug sich im ersten Drittel noch auf der Anzeigetafel ein: Valentin Pfeifer erzielte nach Vorarbeit von Hofmann das 3:1. Im zweiten Drittel schaltete Halle einen Gang runter und kam nicht mehr so gefährlich vor das Herner Tor, wie noch im ersten Drittel, was aber auch an der stabileren Defensivleistung der Miners lag. Zu einer Großchance kamen die Bulls trotzdem: In der 29. Spielminute hatte Tomi Wilenius kurz zu viel Platz vor dem Herner Gehäuse, zog ab, doch Döge glänzte mit einer Riesenparade und hielt seine Mannschaft damit im Spiel. Auf der anderen Seite kam auch Tommy Munichiello frei vor Bulls-Goalie Kapteinat zum Abschluss, scheiterte jedoch ebenfalls knapp am Hallenser Schlussmann.
Im letzten Drittel starteten die Miners in Form von Nick Ford jedoch ihre Aufholjagd. Herne kam immer besser in die Partie, schließlich war es eine Einzelleistung in der 44. Spielminute, die zum Anschlusstreffer führte. Halle ließ dem Herner Topscorer kurz zu viel Raum und das nutzte der US-Amerikaner eiskalt aus. Ford platzierte sich hinter dem Gehäuse der Bulls, setzte zum Michigan an und erzielte perfekt über die Schulter von Kapteinat wohl den Treffer der Saison. Und der Herner Goldhelm wollte noch mehr, als er knapp vier Minuten vor Schluss von Munichiello bedient wurde und zum Ausgleichstreffer zum 3:3 einschieben konnte. Es ging in die Verlängerung.
In der Overtime überstand Herne zwar noch eine Unterzahlsituation, doch dann hatte Sebastian Christmann kurz zu viel Platz, zog vor das Tor und erzielte den 4:3-Siegtreffer für die Saale Bulls. Damit erkämpften sich die Miners, nach einem 3:0-Rückstand, dennoch einen Punkt.
Tore
- 1:0 [00:12] Domogalla (Akerman/Wilenius)
- 2:0 [02:20] Akerman (Hechtl/Stas)
- 3:0 [13:23] Biezais (Wilenius/Merl) PP1
- 3:1 [15:37] Pfeifer (Hofmann/Schmitz)
- 3:2 [43:43] Ford (Bräuner/Munichiello)
- 3:3 [55:35] Ford (Munichiello/Palka) PP1
- 4:3 [63:37] Christmann (Cornett/Gollenbeck)
Strafen: 8 - 10. Zuschauer: 1587.