Arbeitsreicher Valentinstag für die Feuerwehr

Neben Bränden auch Wasserrohrbruch und Unfall auf der A42

Symbolbild Polizei Feuerwehr
Die Feuerwehr und die Polizei hatten am Sonntag (14.2.2021) viel zu tun. Foto: Pixabay

Einen unruhigen und arbeitsreichen Start in einen frostigen, aber sonnigen Valentinstag am Sonntag (14.2.2021) hatte die Feuerwehr Herne zu verzeichnen.

Der erste Notruf erreichte die Leitstelle gegen 4:20 Uhr. Gemeldet wurde ein Containerbrand im Bereich Overwegstraße. Im weiteren Verlauf des frühen morgens erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Containerbrände auf insgesamt vier (Zwei Mal Overwegstraße 4:20 und 5:38 Uhr und Zwei Mal Im Loeken 5:04 und 6:31 Uhr). Die Polizei sucht dazu Zeugen (halloherne berichtete).

Nachdem die Einsatzstellen durch die Einheiten der Feuerwache 1 abgearbeitet waren erreichte die Leitstelle ein weiterer Notruf (6:52 Uhr). Auf der Straße „Landwehrweg“ kam es zu einem Wasserrohrbruch unterhalb des Gehweges. Ausströmendes Wasser drang in den Keller eines angrenzenden Wohnhauses. Durch Einsatz von Tauchpumpen konnte das Wasser weitestgehend aus den Kellerräumen entfernt werden. Unterstützung bei der Arbeit bekamen die Einsatzkräfte der Feuerwache 1 durch Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Gelsenwasser und die Stadtwerke Herne waren ebenfalls an der Einsatzstelle.

Noch während die Einsatzmaßnahmen am Landwehrweg liefen, erreichte bereits der nächste Notruf (7:02 Uhr) die Leitstelle der Feuerwehr Herne. An der Wörthstraße befand sich eine Person in hilfloser Lage hinter einer verschlossenen Wohnungstür. Zur Öffnung der Wohnungstür wurde ein Hilfeleistungslöschfahrzeug entsandt. Ein Rettungswagen und ein Notarztwagen unterstützten bei diesem Einsatz.

Über Notruf meldete ein Bewohner eines Hauses am Erlenweg um 8:45 Uhr eine starke Rauchentwicklung im Keller. Aufgrund des vermuteten Kellerbrandes wurden umgehend der Löschzug der Feuerwache 1, das Unterstützungs-Löschfahrzeug der Feuerwache 2, sowie weitere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr zum Erlenweg alarmiert (halloherne berichtete). Auch diese Einsatzstelle konnte durch die Feuerwehr Herne erfolgreich abgeschlossen werden.

Noch während der Rückfahrt des Löschzuges zur Feuerwache 1 erreichte die Leitstelle eine weitere Anforderung (9:34 Uhr) durch die Nachbarleitstelle des Kreises Recklinghausen. Ein Rettungswagen aus Castrop-Rauxel befand sich auf der Rückfahrt zur Wache als er auf der Autobahn A42 zwischen den Abfahrten Herne-Horsthausen und Herne-Börnig an einer Unfallstelle vorbei kam. Ein PKW war dort verunfallt und in die Mittelleitplanke gefahren. Umgehend wurde das Tanklöschfahrzeug aus dem Löschzugverbund ausgelöst und zurA42 zur Verkehrsabsicherung und Unterstützung der Castrop-Rauxeler Kollegen alarmiert. Die Versorgung der Unfallbeteiligten übernahm der Rettungswagen aus Castrop. Dieser Einsatz endete um 10:11 Uhr.

Kellerbrand an der Stöckstraße

Die kurze Zeit der sonntäglichen Ruhe wurde dann gegen 11 Uhr jäh unterbrochen, als die Feuerwehr zu einem Kellerbrand an die Stöckstraße gerufen wurde. Eine Person befand sich bei Eintreffen der Feuerwehr im ersten Obergeschoss an einem Fenster und musste durch die Feuerwehr über eine Drehleiter gerettet werden, da die Wohnung bereits stark verraucht und das Verlassen der Wohnung über den Treppenraum, aufgrund des dichten Brandrauches, nicht möglich war.

Vier Patienten wurden dem Rettungsdienst übergeben, wovon eine Person mit Verdacht einer Rauchgasintoxikation vorsorglich in ein nahegelegenes Krankenahaus transportiert wurde. Die weiteren Patienten sind durch das anwesenden Rettungsdienstpersonal untersucht worden, bei ihnen war kein Transport in ein Krankenhaus erforderlich.

Die Brandbekämpfung verlief parallel zur Menschenrettung und ist auf die Brandausbruchsstelle im Keller begrenzt worden. Nach Beendigung der Löschmaßnahmen sind umfangreiche Lüftungsmaßnahmen durch die Feuerwehr vorgenommen worden, sodass alle unverletzten Bewohner anschließend wieder in ihre Wohnungen zurückkehren konnten. Die Polizei musste für die Einsatzdauer den Verkehr im Bereich der Karl-/Stöckstraße umleiten, damit der Einsatz durch den fließenden Verkehr nicht beeinträchtigt wurde.

Einsatz an Paderborner Straße

Die Fahrzeuge waren nach dem vorherigen Einsatz gerade wieder bestückt und einsatzbereit, da ertönte erneut der Alarmgong an den Feuerwachen. Mehrere Anrufer meldeten um 12:42 Uhr einen Wohnungsbrand an der Paderborner Straße. Bei Eintreffen an der Einsatzstelle drang bereits dichter, schwarzer Rauch aus der Wohnung. Da nicht geklärt war, ob die Wohnung von den Bewohnern verlassen worden ist oder sie sich eventuell noch in der Brandwohnung aufhalten könnten, sind zeitgleich mehrere Trupps unter Atemschutz in die Brandwohnung vorgegangen, um eine Menschenrettung und Brandbekämpfung durchzuführen. Glücklicherweise waren keine Personen mehr in der Wohnung, sodass nur der Brand bekämpft werden musste. Während der Löschmaßnahmen ist eine Katze unversehrt aus der Brandwohnung von der Feuerwehr gerettet und im Verlauf des Einsatzes an die Tierbesitzerin übergeben worden.

Während die Trupps in der Wohnung die notwendigen Maßnahmen durchführten, wurden mittels Drehleiter 2 Fenster von außen eingeschlagen, um eine Abluftöffnung für den heißen Brandrauch zu schaffen. Da sich noch zahlreiche Glutnester im verbrannten Mobiliar befanden, sind mehrere Möbelstücke aus dem Gebäude befördert und außen abgelöscht worden.

Durch sparsamen Einsatz von Löschwasser konnten die weiteren Wohnungen im betroffenen Haus nach Ende der Lösch- und ausgiebigen Lüftungsmaßnahmen konnten die Bewohner der nicht betroffenen Wohnungen im Gebäude ihre Wohnungen weiter nutzen. Im Einsatz waren 24 Einsatzkräfte der Berufs- und 32 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr. Unterstützung leistete die Stadt Recklinghausen mit einem Notarzteinsatzfahrzeug.

Bei der Abarbeitung der verschiedenen Einsätze kamen beide Wachen der Berufsfeuerwehr, der Rettungsdienst und fast alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Herne zum Einsatz (Stand 16 Uhr).

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