Rechte von Kindern in den Fokus rücken

Filmemacherin Zehra Karahan will Kinderstimmen Gehör schenken

Zehra Karahan beschäftigt sich in ihrem neuen Projekt mit Kinderrechten.
Zehra Karahan beschäftigt sich in ihrem neuen Projekt mit Kinderrechten. Foto: Privat

Die 29-jährige Herner Filmemacherin Zehra Karahan nimmt sich in ihren Projekten schwierigen Themen an. Sie will die Geschichten, Gefühle, Sorgen und Ängste von Menschen in den Vordergrund rücken. Zuletzt machte sie auf das Schicksal von Menschen, die aus der Türkei flüchten müssen, weil sie anders als die Regierung denken, aufmerksam. Ihre Geschichte dokumentierte sie für den Kurzfilm „Kader – The Fate“.

Nun nimmt sich die Filmstudentin am „SAE Institute Bochum“ für ihre Bachelorarbeit einem neuen Thema an: Kinderrechte. „Ich habe so viele positive Reaktionen auf Kader bekommen. Ich habe Nachrichten von Geflüchteten erhalten, die dankbar waren, dass ich versucht habe, mit dem Projekt ihre Stimme zu sein. Es hat mich sehr gefreut", so Zehra Karahan gegenüber halloherne.

Mit ihrem neuen Projekt möchte sie auf ein weiteres wichtiges Thema aufmerksam machen: „Mir war klar, dass ich wieder etwas über Menschenrechte machen möchte. Ich schwankte zwischen den Themen Frauen- und Kinderrechte. Letztendlich entschied ich mich für Kinderrechte, da ich finde, dass die Stimmen von Kindern in der Öffentlichkeit mehr Gehör finden müssen."

Kinder sind weltweit von Armut betroffen

Mit ihrem neuen Projekt möchte sie die Rechte von Kindern in den Fokus rücken. Viele Kinder weltweit können ihre Kindheit nicht genießen. Sie erfahren Gewalt, leiden unter Armut, haben nicht genug zu essen oder ihnen fehlt der Zugang zu Bildung. Auf all jene Kinder will Zehra Karahan aufmerksam machen.

Zehra Karahan hat bereits den Kurzfilm 'Kade - The fate' gedreht.
Zehra Karahan hat bereits den Kurzfilm 'Kade - The Fate' gedreht. Foto: Privat

„Ich möchte durch die Kraft der Musik und der Kunst versuchen, diesen Kindern eine Stimme zu geben", so die Studentin.

Protagonist stellt sich der eigenen Kindheit

Deshalb entschied sich Zehra Karahan ein Musikvideo zu drehen. „Die Geschichte handelt von einem Verwundeten, der sich auf einer Theaterbühne seiner eigenen Kindheit stellt. Es werden unterschiedliche Kindheitsszenarien vorgestellt. Ich möchte mit der Geschichte dazu beitragen, dass Kinder, die mit Ungerechtigkeiten zu kämpfen haben, besser verstanden werden", erläutert Karahan.

Unterstützung zur Realisierung

Das Drehbuch sei schon fertig und auch am Songtext werde derzeit gearbeitet. Drehbeginn soll am 14. Januar 2022 sein. Doch Zehra Karahan braucht für die Realisierung Unterstützung, um Crew, Drehort, Schauspieler oder auch das Equipment zu finanzieren. Rund 5.000 Euro brauche sie zur Verwirklichung. Deshalb hat sie eine Spendenkampagne auf GoFoundMe erstellt. Jeder, der möchte, kann so das Projekt bis Ende Januar 2022 finanziell unterstützen.

Ich bin über jede Unterstützung dankbar und hoffe mit dem neuen Projekt, auf die Situation vieler Kinder aufmerksam machen zu können", berichtet die junge Herner Filmemacherin abschließend.

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