Zertifikate an Betreuungskräfte übergeben

Neun Frauen und ein männlicher Kollege

Dies ist ein ARCHIVfoto! v.l. Azerina Schulz, Katrin Linthorst, Laura Pohl und Claudia Mai.
Dies ist ein ARCHIVfoto! v.l. Azerina Schulz, Katrin Linthorst, Laura Pohl und Claudia Mai. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Zehn Personen, die an einem Lehrgang teilgenommen hatten, der sie auf ihre Arbeit als Betreuungskräfte nach Paragraph 53c SGB XI vorbereitete, bekamen am Freitag (6. 11.2020) ihre Zertifikate von dem Projektteam überreicht. Zu dem Projektteam gehören: Dr. Katrin Linthorst, Leiterin des städtischen Fachbereichs Gesundheitsmanagement, Silke Mattelé vom Bildungswerk der St. Elisabeth Gruppe, Azerina Schulz und Laura Pohl von der Soforthilfe-Herne und Claudia Mai vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Herne. „Die Ausbildung zur Betreuungskraft ist für mich besonders, da ich Personen ausbilde, die an einem Scheideweg ihres Lebens stehen. Oft wünschen sie sich berufliche Veränderungen oder suchen einen Weg aus der Arbeitslosigkeit“, so Silke Mattelé, Dozentin und Leiterin des Lehrgangs.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Die ausgebildeten Betreuungskräfte sind unter anderem im ambulanten Bereich oder im stationären Pflegedienst tätig. Sie bieten den alten Menschen Betreuungs- und Aktivierungsmöglichkeiten für den Körper und den Geist an. Sie gehen ganz individuell auf Bedürfnisse ein und überlegen sich Beschäftigungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Gesellschaftsspiele, Stricken oder Handwerksarbeiten.

Katrin Linthorst.
Katrin Linthorst. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Interkulturelle Pflege

Ein Schwerpunkt bei der Ausbildung liegt auf der interkulturellen Pflege, um die Lebensqualität der älteren Menschen mit Migrationshintergrund zu steigern. Die Gruppe setzt sich zur Hälfte aus deutschen Teilnehmenden und zur anderen Hälfte aus Teilnehmenden mit interkulturellen Wurzeln zusammen. „Für mich ist diese Ausbildung ein Motor für Seminare, in denen der besondere Umgang mit alten und dementiell erkrankten Menschen erlernt und geübt wird“, sagt Silke Mattelé.

Der Aufbau der Ausbildung

Insgesamt 160 Stunden wurden die Teilnehmenden unterrichtet. Dazu machten sie zwei Praktika. Vor dem Beginn der Ausbildung absolvieren die Interessierten ein 40-stündiges Orientierungspraktikum und nach 100 Theorieeinheiten folgt ein 80-stündiges Betreuungspraktikum. Anschließend rundet der 60-stündige Aufbaukurs die Ausbildung ab. Durch die aktuelle Corona-Pandemie musste der Unterricht zwischenzeitlich pausieren und startete zur Sicherheit der Teilnehmenden erstmalig mit Video-Unterrichtseinheiten.

Die Ausbildung zur Betreuungskraft nach Paragraph 53c ist ein gemeinsames Projekt der Stadt Herne, der St. Elisabeth-Gruppe und des Caritasverbands Herne. Auch im kommenden Jahr wird das Projekt durchgeführt. Bei einem Informationstag am Montag, 30. November 2020, bekommen Interessierte von 10 bis 12 Uhr die Besonderheiten der Ausbildung am Campus der SEG, Widumer Straße 8, vorgestellt.

Quelle: