Weltwasser-Tag

Der Ostbachteich an der Sodinger Straße in Herne (NW), am Sonntag (30.06.19). Das Gewässer ist stark mit Algen bewachsen, an der Wasseroberfläche treiben inzwischen viele tote Fische.
Der Ostbachteich an der Sodinger Straße. Foto: Stefan Kuhn

Der Weltwasser-Tag 2020 (22.3.2020) steht in diesem Jahr unter dem Motto Wasser und Klimawandel. Die UNESCO hat dieses Motto gewählt, da aufgrund des Klimawandels Hochwasser- und Niedrigwasser-Perioden künftig noch ausgeprägter verlaufen könnten.

Dies hat zum einen die Folge, dass Meeresspiegel steigen und es häufiger zu Starkregen sowie Überflutungen kommen kann. Zum anderen hingegen nehmen Dürreperioden immer häufiger zu, sodass beispielsweise Landwirte von Ernteausfällen und wirtschaftlichen Schäden bedroht sind.

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordert deshalb, dass das Wasseraufnahmevermögen der Landschaft (Landeswasserhaushalt) deutlich verbessert werden sollte. Hierfür könnten Äcker, Wiesen und Wälder künftig wie ein Schwamm wirken. Die Böden in der Land- und Forstwirtschaft könnten bei reichlich Regen mehr Niederschlagswasser speichern. In Dürreperioden könnte so das gespeicherte Wasser wieder langsam an Bäche und Grundwasser abgegeben werden. Für die Verbesserung des Landeswasserhaushaltes sei insbesondere der Ökologische Landbau, wegen der geringen Bodendichte, geeignet, so der BBU.

Auch die Emschergenossenschaft setzt sich als Teil der Zukunftsinitiative Wasser in der Stadt von morgen, gemeinsam mit den Kommunen in der Region und dem Bundesministerium damit auseinander, wie in Zeiten des Klimawandels Wasser sinnvoll genutzt werden sollte.

Die Stadt Herne entwickelt aktuell ebenfalls Ziele und Handlungsansätze. Hierfür wurden in den letzten Jahren im Bereich des Klimaschutzes und der Klimafolgenanpassung verschiedene Konzepte erarbeitet.

Bis 2040 soll eine „Klimaresiliente Region mit internationaler Strahlkraft“ in dem Gebiet des Regionalverbands Ruhr entstehen. Ziel ist es unter anderem 25 Prozent der versiegelten Flächen von der Mischkanalisation abzukoppeln und die Verdunstungsrate um 10 Prozent zu erhöhen. Hierfür soll es in den nächsten Jahren unter anderem zum Bau von Versickerungsanlagen oder zu Dach- und Fassadenbegrünungen kommen.

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