Wildnis für Kinder erhält 255.000 Euro

Förderzusage der NRW Stiftung

v.l. Franz -Josef Lersch-Mense, Jürgen Heuser.
v.l. Franz-Josef Lersch-Mense, Jürgen Heuser. Foto: Patrick Mammen

Am Donnerstag (23.5.2019) brachte Franz-Josef Lersch-Mense, Vorstandsmitglied der NRW Stiftung, die schriftliche Förderzusage der Stiftung in Höhe von 255.000 Euro, zur Biologischen Station nach Herne. Den Bescheid nahm der Geschäftsführer der Biologischen Station Östliches Ruhrgebiet, Jürgen Heuser, entgegen. Mit dem Geld unterstützt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung den Trägerverein der Biologischen Station dabei, das Projekt Wildnis für Kinder (halloherne berichtete) fortzuführen und eine Anleitung zur Nachahmung in anderen Städten zu schaffen.

Wildnis für Kinder - Das Schild.
Wildnis für Kinder - Das Schild. Foto: Patrick Mammen

Jürgen Heuser erläuterte die Bedeutung des in Herne und Bochum entwickelten Projekts Wildnis für Kinder: Zusammen mit den dortigen Verwaltungen und Stadtparlamenten sei es gelungen, innerstädtisch naturnahe Freiflächen für Kinder festzulegen, die im Wohnquartier fußläufig erreichbar sind. „Mit Hilfe der NRW Stiftung sowie initiativ auch der der Bauckloh-Stiftung ist das Ganze überhaupt finanzierbar gewesen“, so der Stationsleiter.

v.l. Franz-Josef Lersch-Mense, Jürgen Heuser.
v.l. Franz-Josef Lersch-Mense, Jürgen Heuser. Foto: Patrick Mammen

Die neue Förderung ist notwendig, um die Flächen mit weiterem Leben zu füllen: Impulsveranstaltungen sollen die Kinder in ihre jeweilige Wildnis führen und aufzeigen, welches Potenzial dort vorhanden ist, was dort an Erleben und Entdeckung möglich ist. Zeit in der Natur vor der eigenen Haustür zu verbringen, so Heuser, solle wieder als eine Option für das Freizeitprogramm der Kinder wahrgenommen werden. Zudem soll eine Handreichung erstellt werden, die auch anderen Kommunen aufzeigt, wie solche innerstädtischen Wildnisflächen ausgewählt und erschlossen werden können. Anfragen zum Herne-Bochumer Projekt gibt es bereits jetzt aus dem ganzen Bundesgebiet.

Der frühere NRW-Europasekretär und ehemalige Staatskanzlei-Chef Lersch-Mense lobte vor allem das fachliche Engagement, das hinter diesen Plänen stehe. Nicht zuletzt deshalb habe die NRW-Stiftung zugestimmt, die Maßnahme maßgeblich zu fördern. Das Geld für ihre Natur- und Kulturförderungen, so Lersch-Mense, erhalte die in Düsseldorf ansässige Stiftung überwiegend vom Land Nordrhein-Westfalen aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.

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